Des Pharaohs Favoriten

Veröffentlicht in Deck Check on 18. April 2017

Von Tobi Henke

Die Karten aus Amonkhet wurden inzwischen alle gezeigt (http://magic.wizards.com/de/articles/archive/card-image-gallery/amonkhet) und am Wochenende ergibt sich bei den Prerelease-Turnieren (http://magic.wizards.com/de/event-types/prerelease) die erste Gelegenheit, mit den neuen Karten zu spielen. Und was für großartige Karten das sind!

Allein schon so ein Malmhorn und die Neuauflage von Magmagischt werden bestimmt eine Rolle spielen, wenn es darum geht, Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen und Schrotthalden-Schmarotzer dauerhaft auf die Schrotthalde der Geschichte zu verfrachten. Obendrein gibt es aber auch etliches, was ganz neuen Strategien und Spielarten zum Durchbruch verhelfen könnte. Fünf vielversprechende frühe Favoriten folgen …

Kryptische Schlange

Das richtige Deck erhält hiermit eine 6/5-Kreatur für zwei Mana. Einer der größten Vorteile niedriger Kosten, nämlich die Möglichkeit, etwas früh im Spiel zu wirken, trifft auf diese Karte zwar nicht zu. Aber ein Deck, welches die Zahl an Spontanzaubern und Hexereien maximiert, arbeitet häufig mit kleineren Kartenzieheffekten, um mit weniger Ländern auszukommen, oder mit größeren Kartenzieheffekten, durch die dann auch späterhin jedes Mana wertvoll bleibt. Falls neben all den Spontanzaubern und Hexereien noch eine weitere Kreatur benötigt wird, würde Rätselhafter Sceada gut dazupassen.

Wandelbare Länder

Eins der grundlegendsten Dilemmata beim Deckbau betrifft den Unterschied zwischen den bevorzugten Länderanteilen unter den ersten sieben und den ersten, sagen wir, zwanzig Karten. Drei bis vier Länder auf der Starthand sind praktisch; werden allerdings im gleichen Verhältnis Länder nachgezogen, gehen einem allzu bald die Zaubersprüche aus. Amonkhet bringt nun etliche Länder, die bei dem Problem helfen, indem sie noch etwas anderes als Mana bieten. Schluchtentümpel, Verweste Tümpel, Bewässertes Ackerland, Verstreute Haine und Geschütztes Gestrüpp lassen sich in eine neue Karte umwandeln. Hort der Verfluchten und Tödliche Dünen lassen sich opfern. Wenn im späten Spiel kein weiteres Mana benötigt wird, ist selbst eine Sonnenverbrannte Wüste mit ihrem eingebauten Schadenspunkt eher gern gesehen als ein Standardland. Die Effekte sind größtenteils nicht gewaltig und die Nachteile der Wüsten gegenüber Quellen farbigen Manas keineswegs zu vernachlässigen. Jedoch bieten sich hier einige interessante Optionen, mit Länderanteilen zu experimentieren.

Sceada-Brutplatz

Schattensturm-Wesirin ist wohl eher ein Wackelkandidat, aber Glaube der Ergebenen erscheint schon als brauchbare Zweitbesetzung. Der Hauptanreiz für ein blau-schwarzes Umwandlungsdeck heißt allerdings Sceada-Brutplatz. Alles in allem existieren in den Farben nicht weniger als sieben verschiedene Karten mit Umwandlungskosten von einem Mana, allen voran das ohnehin starke Zensieren.

Furchteinflößender Streuner

Die Untoten erwachen zu neuem Leben! Neben dem Streuner finden sich noch Infizierende Mumie, Fürstin der Verfluchten, Lilianas Regentschaft und Hort der Verfluchten als aussichtsreiche Kandidaten für ein schwarzes Zombiedeck, außerdem Liliana, Regentin des Todes. Vielleicht kombiniert man gar Todgeweihter Abtrünniger und Pestspeier. Bereits länger untot und bestimmt mit dabei wären Kryptenknacker, Heimgesuchte Tote und Gelungenes Flickwerk.

Wie vorhergesagt

Zu guter Letzt steht eine Karte, die vor allem Modern-Spieler in helle Aufruhr versetzt. Mit ihr lässt sich gleich im Zug des Ausspielens Vision der Ahnen von der Hand wirken, und weil da von "X oder weniger" die Rede ist, geht das auch in allen folgenden Zügen. Selbst ein Deck mit dem bisher wenig wettbewerbsfähigen Gleichgewicht wiederherstellen rückt jetzt in greifbare Nähe. Indes ist Lebendiges Lebensende im Modern schon länger unterwegs und könnte Wie vorhergesagt ebenfalls verwenden, in jedem Fall erhält dieses Deck mit den umwandelbaren Kurator der Mysterien, Schrecken der Splitterwüste und Erzdämon von Ifnir aber neue Optionen für seine Kreaturenbasis.

Damit sind wir am Ende des Artikels angelangt, aber noch lange nicht am Ende der spannenden Karten aus Amonkhet. Vorgeblich ging es hier um fünf, tatsächlich wurden rund 25 Karten genannt, und solche Knaller wie Gideon der Geprüfte, Nissa, Hüterin der Elemente, Glorreiches Ende, all die Götter, die zweigeteilten Karten mit Nachhall und viele weitere sind noch gar nicht zu Wort gekommen. Es gibt wirklich viel zu entdecken.

Die Entdeckungsreise beginnt am Samstag beim Prerelease. Viel Spaß dabei!

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