FEUERPROBE MIT BRAVOUR BESTANDEN

Veröffentlicht in Deck Check on 28. Januar 2016

Von Tobi Henke

Das Wochenende des Verkaufsstarts liegt gerade erst hinter uns, doch schon gibt es erste Erkenntnisse darüber, wie die neuen Karten aus Eid der Wächter das Standardformat verändern.

Dunkles Jeskai hantiert neuerdings mit Kalitas, Verräter von Ghet oder Goblins der Dunkelheit. Rot-grüne Aggrodecks arbeiten wie prophezeit mit Verwegener Buschguerillero. Manabeschleunigungsstrategien legen einen schnellen Kozilek, Verzerrung der Realität aufs Parkett. Fürsprecher des Waldes kämpft im Abzan Seite an Seite mit Schlurfender Schlot und Fauchender Pfuhl. Materie-Umformer wird per Truppensammlung ins Spiel gebracht. Die Ahnen rufen macht gemeinsame Sache mit Ayli, die Ewige Pilgerin und Reflexionsmagier. Es gibt sogar ein aggressives Eldrazi-Deck rund um Seher der Gedankenleere, Realitätsbrecher und Geisterfeuerklinge.

Zwischen all dem stach allerdings ein konsequent gebautes blau-rotes Deck besonders hervor, in dem Neuzugang Sturmjäger-Magier zur Höchstform auflief. Aus Legacy oder Modern kennt man ähnliche Konzepte, etwa die Kombination von vielen günstigen Spontanzaubern und Hexereien mit einem Profiteur wie Junger Pyromagier.

In unserem heutigen Deck sind es dreierlei Bravour-Kreaturen, die unter dem Einfluss unzähliger Nichtkreaturenzauber weit über sich hinauswachsen: Kloster-Flinkspeer, Abt des Keralberg-Klosters und der vorgenannte Sturmjäger-Magier. Sie bilden eine schlagkräftige Truppe und können, insbesondere im Zusammenspiel mit Titanenstärke und Temur-Kampfwut, eine Partie durchaus einmal im vierten Zug beeenden.

Die zweite Stärke des Decks liegt jedoch gerade in seiner Ausdauer. Aggressive Strategien verschießen ihr Feuer normalerweise ja recht schnell und haben dann entweder gewonnen … oder halt nicht. Das vorliegende Deck dagegen hat einen verdammt langen Atem. Durch die vielen günstigen Zaubersprüche und den entsprechend schnell gut gefüllten Friedhof sind Abt des Keralberg-Klosters, Lohnende Ausfahrt, Jace, Wunderkind von Vryn beziehungsweise Jace, der entfesselte Telepath nämlich in der Lage, unkompliziert einigen Kartenvorteil zu erzeugen.

Mit ursächlich dafür, dass einem selten die Karten ausgehen, sind auch die neuen 1-Mana-Sprüche Vorantreiben und Durchschlüpfen. Beide ersetzen sich selbst und gewähren einer Kreatur obendrein einen mitunter äußerst relevanten Vorteil. Titanenstärke ersetzt sich zwar nicht selbst, aber Hellsicht 1 schlägt natürlich in eine ähnliche Kerbe.

All das erlaubt es, mit knapp kalkulierten 21 Ländern auszukommen, was wiederum zugunsten der Spruchdichte geht. Wandernde Fumarole erfüllt dazu noch eine Doppelrolle als Land und zusätzliche Kreatur späterhin. Blutbeflecktes Schlammloch und Verschmutztes Delta helfen mit, den Friedhof zu füllen. Zudem können sie über Versunkener Talkessel beziehungsweise Schwelendes Marschland Länder beider Hauptfarben besorgen und versorgen auf diese Art auch vier schwarze Karten im Sideboard mit passendem Mana.

Das Ergebnis ist ein beeindruckendes Deck, welches den mächtigsten Planeswalker und den stärksten Kartenzieher des Standardformats mit den flinksten Kreaturen und den brutalsten Verstärkern verbindet. Sturmjäger-Magier macht's möglich!

Blau-Rot-Bravour von Dalton Ozmun

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