Horror auf Hawaii

Veröffentlicht in Deck Check on 11. Oktober 2016

Von Tobi Henke

Hawaii. Urlauber sitzen in der Sonne, liegen am Strand, baden im Meer. Alles ist friedlich und ruhig. Zu ruhig. Eine trügerische Idylle. Weit draußen vor der Küste schwimmt ein Hai. In der Ferne schlummert ein Vulkan. Etwas liegt in der Luft, aber nein, aus dieser Richtung droht keine Gefahr. Tatsächlich wird die Gefahr per Hubschrauber eingeschmuggelt …

Und plötzlich sind sie da! Zombies überall und ständig werden es mehr. Gegen die Horden der Untoten ist Widerstand zwecklos, ein Entrinnen unmöglich. Es scheint, als könne es kaum noch schlimmer kommen. Doch das tut es …

Ein riesiger Oktopus erhebt sich aus dem Meer, merkwürdig mutiert, nicht von dieser Welt. Zunächst verspeist er einen dicken Zombie. Ein Hoffnungsschimmer? Dann jedoch reiht er sich aufseiten der Monster ein, führt ihren Angriff gar an …

Was klingt wie der Plot eines fragwürdigen Films, beschreibt ziemlich genau den Plan unseres heutigen Decks und der Ort der Handlung stimmt auch. Denn tatsächlich versammeln sich derzeit die besten Magic-Spieler der Welt auf Hawaii, um am Wochenende bei der Pro Tour Kaladesh in Honolulu mit ihren neuesten Erfindungen im Standard gegeneinander anzutreten.

Das Format ist noch frisch, aber in den Vereinigten Staaten gab es bereits die ersten größeren Turniere. Bei einem solchen waren in Indianapolis 565 Spieler angetreten, darunter Zach Voss, der mit seinem blau-schwarz-roten Konstrukt dort den zweiten Platz belegte.

Dabei geht es zunächst darum, Karten in den Friedhof zu befördern, durch Ewiglaufende Uhr etwa oder Emotionales Wiedersehen, durch Kryptenknacker, Anmaßender Neugeborener und/oder Schmuggler-Kopter. Höchste Priorität genießen Heimgesuchte Tote, die nur in absoluten Ausnahmefällen auf herkömmliche Weise gewirkt werden. Lieber bringt man sie aus dem Friedhof ins Spiel und wirft dabei noch ein Gelungenes Flickwerk oder zwei ab.

Wenn so die Flickwerke und Heimgesuchten Toten aus dem Grab steigen, dazu vielleicht noch ein Schrotthalden-Schmarotzer, dann hat man bereits eine ordentliche Offensive, gerade in Verbindung mit Schmuggler-Kopter. Vor allem aber hat man Kreaturen im Spiel, die drei und vier Mana kosten, für die man aber nie drei oder vier Mana gezahlt hat.

Das ist relevant für den zweiten Teil des Decks. Wenn die Zombies nämlich zurückzufallen drohen, dann wendet man sich eben an die Eldrazi. Sowohl Ältester der Untiefen als auch Verdammter Dommelgreif erfreuen sich über ein Zombieopfer, und beide können auch die Fähigkeit einer zuvor abgeworfenen Kozileks Rückkehr auslösen. Dass alle kleineren Kreaturen bei Kozileks Rückkehr sterben, stört ja nicht weiter. Insbesondere einen Schrotthalden-Schmarotzer kann man extrem günstig aus dem Friedhof zurückbringen, und der bringt dann seinerseits alle Exemplare von Gelungenes Flickwerk mit.

Zwischen all diesen Interaktionen ergibt sich jedenfalls ein schlagkräftiges Deck, welches gute Chancen hat, bei der Pro Tour erfolgreich mitzumischen. Auf der anderen Seite kann man wohl davon ausgehen, dass die Profis irgendetwas auspacken werden, mit dem jetzt noch niemand rechnet. Man darf definitiv gespannt sein. Bis dahin würde ich aber auf Schrotthalden-Schmarotzer und seine Kollegen setzen!

Grixis-Grabgeflüster von Zach Voss

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