Neue Energie für Schwarz-Grün

Veröffentlicht in Deck Check on 28. März 2017

Von Tobi Henke

In den Anfangstagen des aktuellen Standardformats, kurz nach dem Erscheinen von Äther-Rebellion, war das schwarz-grüne Deck rund um Schlängelnde Boa einer der drei Hauptakteure gewesen, neben der Kombination aus Saheeli Rai und Felidar-Wächter einerseits sowie den aggressiven Fahrzeugdecks in den Mardu-Farben Rot, Weiß und Schwarz andererseits. Dabei galt im Wesentlichen: Mardu besiegt Saheeli, Saheeli besiegt Schwarz-Grün und Schwarz-Grün besiegt Mardu.

Dann kam allerdings Bewegung ins Format. Sowohl das Kombodeck als auch Mardu lernten neue Tricks. Vor allem rüstete Mardu mit einem Sideboard voller Planeswalker und Kreaturenvernichter auf und konnte seinen Erzfeind so tatsächlich bezwingen. Jetzt hieß es auf einmal: Saheeli und Mardu liegen gleichauf und beide liegen vorn gegen Schwarz-Grün.

Einer, der hier gegen den Strom schwamm und weiter das schwarz-grüne Banner hochhielt, war Mike Hofmann. Der Deutsche konnte schon beim Grand Prix in Utrecht mit seinem schwarz-grünen Deck punkten und beim jüngsten Grand Prix in Barcelona erreichte er sogar den 14. Platz! Dabei gewann er zwölf von fünfzehn Runden, unter anderem siebenmal gegen Mardu. Kein Wunder, dass Hofmann die angebliche Schwäche Mardu gegenüber für übertrieben hielt.

"Saheeli sehe ich als mein größtes Problem an. Dass die drei Niederlagen in Barcelona gegen Saheeli-Decks waren, unterstützt die These", meinte Hofmann und erklärte, dass er auf Schwarz-Grün setzte, weil er im Gesamtfeld des Grand Prix nicht so viel Saheeli Rai erwartete. Womit er auch Recht behielt.

Auf seine spezielle Version, die so hervorragend gegen Mardu abschnitt, war Hofmann allerdings auf einem Umweg gekommen. "Ich war vor Utrecht online auf der Suche nach einer schwarz-grünen Liste, die gegen die anderen schwarz-grünen Decks gewinnt. Da ich vor Äther-Rebellion bereits ein Fan des rot-grünen Energiedecks war, kam für mich nur eine Liste mit Langzahn-Junges infrage. Langzahn-Junges gefolgt von Schlängelnde Boa plus Äther-Resonanz/Äther-Knotenpunkt ist häufig noch aggressiver als die bekannte Kombination aus zweitem Zug Boa und drittem Zug Rishkar, Peema-Renegat."

Weiterhin betonte Hofmann die Stärke der fliegenden Ätherspharen-Erntemaschine und die von Gonti, Fürst der Opulenz. "Aufblühende Verteidigung ist ebenfalls eine Karte, welche ich nicht missen möchte. Durch das hohe Aufkommen von Chandra, Fackel des Widerstands, Nahiri, Vorbotin des Unheils, Ob Nixilis der Wiederentflammte und Sorin, Grimmige Nemesis, deren Aufgabe es ist, Kreaturen zu entsorgen, kann Aufblühende Verteidigung den gegnerischen Plan für nur ein Mana leicht durchkreuzen."

Die Sorge über den Untergang von Schwarz-Grün scheint wohl übertrieben und Totgesagte leben wieder einmal länger. Vielleicht brauchte es bloß einen kleinen Energieschub. Für Hofmann war jedenfalls klar: "Schwarz-Grün Boa, bestes Deck! In den vergangenen Wochen durfte ich mich in Utrecht und Barcelona über Preisgeld freuen und musste mich bei drei PPTQs frühestens im Halbfinale geschlagen geben."

Mike Hofmanns Schwarz-Grün

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