UNTERWEGS MIT UGIN UND ULAMOG

Veröffentlicht in Deck Check on 10. Dezember 2015

Von Tobi Henke

Der World Magic Cup, der Wettkampf der Nationen, das letzte große Magic-Ereignis des Jahres. Teams aus mehr als 70 Ländern dieser Welt versammeln sich diese Woche in Barcelona zum Wettstreit um den Pokalsieg.

An drei aufeinanderfolgenden Tagen werden dabei zwei eher ungewöhnliche Formate gespielt, beziehungsweise zwei Abwandlungen von Formaten, die in ihrer Normalform fast jeder kennt. Zum einen gibt es Sealed Deck, was in der Fassung für 3-Spieler-Teams bedeutet, dass jede Gruppe zwölf Boosterpackungen erhält und daraus drei 40-Karten-Decks baut.

Das zweite Format des verlängerten Wochenendes ist dann Team-Standard. Auch hier gilt, dass sich die drei Spieler sozusagen einen Kartenvorrat teilen. Jede standardlegale Karte mit Ausnahme von Ebene, Insel, Sumpf, Gebirge und Wald ist auf maximal vier begrenzt, ganz wie im normalen Standardformat. Allerdings müssen hier eben drei Standarddecks inklusive Sideboards gebaut werden, ohne dass eine Karte öfter als viermal auftaucht.

Das stellt eine gewaltige Einschränkung und eine gewaltige Herausforderung dar. Wenn man sich die erfolgreichen Standarddecks der vergangenen Wochen anschaut, dann findet man zum Beispiel in nahezu jeder einzelnen Liste zehn bis zwölf der sogenannten „fetch lands“ (Gefluteter Strand, Verschmutztes Delta, Blutbeflecktes Schlammloch, Bewaldete Gebirgsausläufer, Zerzauste Heide). Auch Karten wie Hangar-Schreiter oder Jace, Wunderkind von Vryn tauchen in verschiedenen Decks je viermal auf.

Etliches, was man aus den unzähligen Einzelspielerturnieren, aus der Pro Tour und den Grands Prix, über Standard gelernt hat, ist entsprechend unbrauchbar. Dennoch lohnt es natürlich, ebendort nach Inspirationen zu suchen. Idealerweise findet man dabei ein Deck, welches eine ungewöhnliche Strategie verfolgt und deshalb viele der häufig verwendeten Karten ganz freiwillig meidet. Wenn es dann noch sein Mana zusammenbekommt, ohne auf Unmengen der „fetch lands“ zurückzugreifen, hat man einen Volltreffer.

An dieser Stelle kommt unser heutiges Deck ins Spiel. Bei diesem geht es darum, mit diversen Methoden der Manabeschleunigung (Ratterklauenmystiker und Laubvergolder einerseits, Nissas Pilgerreise und Explosive Vegetation andererseits) schnellstmöglich übermächtige Bedrohungen wie Ugin der Geisterdrache und Ulamog, der unermessliche Hunger aufs Feld zu bringen.

Diese besondere Version verfügt über einen kleinen Blauanteil für unter anderem Kiora, Herrscherin der Tiefen und Den Wasserschleier teilen. Die Herrscherin der Tiefen arbeitet nämlich hervorragend mit Ratterklauenmystiker und Laubvergolder zusammen, nicht nur weil man Kiora mit ihnen im dritten Zug ausspielen kann, sondern auch weil Kioras erste Fähigkeit mit ihnen zwei Extramana zu erzeugen vermag. Planeswalker wie Kiora, Ugin oder auch Nissa, die weise Animistin im Spiel zu haben, macht zudem die Extrazüge von Den Wasserschleier teilen wertvoller.

Egal ob mit Blau oder ohne, Decks dieser Art werden beim World Magic Cup im Team-Standard mit Sicherheit eine größere Rolle spielen als im normalen Standard. Wie groß genau? Man darf gespannt sein …

Grün-Blau-Eldrazi von Pavel Matousek

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