Zombies ziehen zum Ziel

Veröffentlicht in Deck Check on 1. September 2016

Von Tobi Henke

Sie sind unaufhaltsam, unerbittlich, nicht zu stoppen, nicht zu töten. Denn sie sind ja bereits tot. Oder untot wenigstens. In jedem Fall haben Zombies schon immer eine wichtige Rolle auf Innistrad gespielt, wahlweise als Basteleien experimentierfreudiger Leichenflicker oder als Vasallen größenwahnsinniger Ghulrufer.

Natürlich versteht sich kaum jemand so gut darauf, die Toten ihren Gräbern entsteigen zu lassen, wie Liliana Vess und so verwundert es nicht, dass die weltenwandernde Nekromantin das zombiefreundliche Innistrad zu ihrer Wahlheimat gemacht hat.

So weit die Geschichte bis zu dem Punkt, an dem Schatten über Innistrad einsetzt. Zu dieser Zeit tut sich nun etwas Unheimliches auf Innistrad. Unheimlicher als normal, sollte man vielleicht sagen. Die Welt verändert sich und mit ihr ihre Bewohner. Eine dunkle Macht breitet sich aus und nach und nach verfällt alles Leben dem Wahnsinn. Und mutiert.

In Düstermond dann offenbart sich der Quell der Veränderung. Emrakul, das prophezeite Ende, kosmischer Schrecken des Multiversums, ist da und stürzt Innistrad gänzlich ins Chaos, bringt die Welt an den Rand ihrer Vernichtung. Krieg, Verwüstung und Tentakel überall. Doch ein paar wackere Helden eilen zu Hilfe. Und mindestens eine Antiheldin. Im entscheidenden Moment entpuppt sich als letzte Hoffnung nämlich ausgerechnet … Liliana, die letzte Hoffnung.

Denn alles Leben mag zwar dem Wahnsinn verfallen, aber das Verfallsdatum von Lilianas Zombies ist natürlich längst abgelaufen. Als geistlose Untote sind sie für den Einfluss Emrakuls unempfänglich und bleiben weiterhin brav unter der Kontrolle Lilianas. So gelingt schließlich die Finstere Rettung Innistrads.

Zuletzt folgten auch im Standard etliche Partien diesem Skript, kämpfte etwa Liliana, die letzte Hoffnung im Finale der Pro Tour erfolgreich gegen Emrakul, das prophezeite Ende. Sogar das eine oder andere blau-schwarze Zombiedeck findet sich bisweilen an den Turniertischen. Nicht zuletzt konnte der tschechische Profispieler Ondřej Stráský mit seiner Variante bei der Pro Tour drei Viertel seiner Standardspiele gewinnen!

Üblicherweise beginnt alles damit, dass der Friedhof gefüllt wird, definitiv mithilfe von Kryptenknacker, mal durch Jace, Wunderkind von Vryn oder Liliana, die letzte Hoffnung, mal mittels Kreischender Skaab oder Klagender Ghul. Gisa und Geralf, Geralfs Meisterstück oder Heimgesuchte Tote sowie in Kombination Gelungenes Flickwerk freuen sich.

Unablässiger Toter, Düstergrab-Koloss, Finstere Rettung et cetera helfen ebenfalls dabei, dass einem die Untoten nicht doch noch wegsterben, dass einem die Kreaturen nicht ausgehen. Entsprechend können ein paar von ihnen gerne auch geopfert werden. Marodierender Fleischsack und vor allem Voldaren-Ausgestoßene sind diesbezüglich ja recht gierig. Spätestens wenn Ausmerzerin der Blutlinien sich dann an den gegnerischen Kreaturen labt, steht einem Sieg nichts mehr im Wege.

Freunde von Zombiegeschichten sollten an den folgenden Decks jedenfalls ihre helle Freude haben. Oder ihre dunkle. Wie auch immer, viel Spaß!

Zombies von Sam Stoddard

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Zombies von Ondřej Stráský

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