Der Standard des Machtniveaus

Veröffentlicht in Latest Developments on 5. Februar 2016

Von Sam Stoddard

Sam Stoddard came to Wizards of the Coast as an intern in May 2012. He is currently a game designer working on final design and development for Magic: The Gathering.

Eine der häufigsten Fragen, die ich von Spielern gestellt bekomme, ist, ob eine Karte, die momentan nicht im Standard ist, zu stark wäre. Üblicherweise sind das die Lieblingskarten dieser Spieler oder Karten, die wie eine andere Karte im Set aussehen, aber ein wenig effizienter sind.

Die Antwort lautet in der Regel „Nein“ – allerdings nicht aus den Gründen, die die Leute wohl erwarten würden.

Es gibt zwar sicher Karten, die für sich genommen zu mächtig fürs Standard wären, aber meist gingen die fraglichen Karten in Ordnung, wären da nicht die Interaktionen mit anderen Karten im Standard, die sie zu stark machen. Eine der Schwierigkeiten mit Neuauflagen ist, dass wir ihre Werte nicht anpassen können.

Beispielsweise haben wir Liliana mit Schleier in Magic 2015 ausprobiert und festgestellt, dass sie zu stark fürs Standard ist. Das lag zum einen daran, dass monoschwarze Decks sehr stark waren. Zum anderen ist die Karte selbst aber auch ziemlich effizient. Immerhin wird sie sowohl im Legacy als auch im Modern gespielt. Zwar war die Karte nicht ganz so dominierend, als sie das erste Mal im Standard auftauchte, aber wir wollen nicht absichtlich etwas neu auflegen, was sich unter Umständen als die stärkste Karte im Format erweisen könnte. So etwas führt nur zu Stagnation und verhindert, dass neue Ideen aufblühen können. Ihr werdet in Zukunft sicher noch Karten im Standard sehen, die ähnlich stark oder gar stärker sind als Liliana mit Schleier, aber es ist dann sehr wahrscheinlich, dass wir ihre Stärke in der Entwicklung einfach falsch eingeschätzt haben.

Liliana hätte uns aber um ein Haar wieder Albträume im Standard beschert. Oder schöne Träume. Wie auch immer ihr das sehen wollt.

Und das ist auch in Ordnung so. Ich glaube, solche Fehler beim Machtniveau (solange sie nicht allzu krass ausfallen) machen einen gehörigen Teil des Reizes von Magic aus. Oft passieren sie, weil ein Block eine bestimmte Strategie nur sehr bedingt unterstützt, weswegen eine bestimmte Karte uns nicht allzu mächtig vorkommt. Wenn wir jedoch später Karten drucken, deren Mächtigkeit für diese Strategie normal aussieht, ist diese eine Karte plötzlich dann doch zu stark.

Es gibt eine Menge Karten, die für sich genommen zu stark fürs Standard sind – was daran liegt, dass sie über der Grenze liegen, die wir für Karten in der Regel ansetzen. Die Chancen stehen gut, dass eine Karte, die aus Modern oder Legacy ausgeschlossen wurde – und zwar nicht nur wegen einer abgefahrenen Kombo (siehe Bestrafendes Feuer, Schwert der Sanften und so weiter) – auch im Standard zu stark ist.

Gleichzeitig sind auch einige der besten Karten im Modern zu stark im Standard. Ich höre oft Behauptungen, Tarmogoyf wäre im Standard nicht so gut gewesen, aber er hat immerhin sowohl die Pro Tour Valencia als auch die Weltmeisterschaft 2007 gewonnen – die einzigen beiden Pro-Turniere im Standard, in denen er zugelassen war. Ich glaube zwar nicht, dass wir Tarmogoyf in absehbarer Zeit fürs Standard neu auflegen, aber es sind schon merkwürdigere Dinge passiert. Ich meine, irgendwann zog Australien mal in den Krieg gegen einen Schwarm Emus und verlor. Grob gesprochen.

Mit Willenskraft sieht es ganz ähnlich aus: Viele Leute meinen, sie wäre nur in eigenwilligen Formaten gut, in denen der Kartenvorteil nicht so wichtig ist. Das ist schlichtweg falsch. Eine solche Karte ins Standard zu tun, wenn man einen Planeswalker spielen kann – vorausgesetzt man hat eine Möglichkeit, ihn zu beschützen –, ihn dann zu enttappen und ihn anschließend noch stärker zu beschützen, ist extrem mächtig. Das ist einfach keine Karte, die wir im Standard sehen wollen, denn andernfalls müssten wir das gesamte Format auf sie ausrichten – und das lohnt sich einfach nicht für eine einzelne Karte. Ich würde nicht damit rechnen, dass so etwas in absehbarer Zeit in einem standardlegalen Set auftaucht, es sei denn, die Welt steht plötzlich Kopf oder wir ändern radikal die Richtung, die wir fürs Standard einschlagen wollen.

Was ein Format definiert

In den meisten Fällen wird ein Format durch seine mächtigsten Karten definiert. Das klingt erst einmal sehr offensichtlich, aber manchmal sind die stärksten Karten nicht auf den ersten Blick als solche erkennbar. Es ist leicht, auf die starken und schillernden Karten zu schauen, die eine hohe Korrelation zwischen „ausspielen“ und „die Partie gewinnen“ aufweisen, aber die Unterstützungskarten, durch die sie überhaupt funktionieren, sind schon schwieriger einzuschätzen.

Ein gutes Beispiel für eine formatdefinierende Karte, die Unterstützung brauchte, ist der Steinschmelz-Mystiker. Er ist völlig in Ordnung, wenn man wie in seinem ersten Jahr im Standard die Zuverlässige Machete und das Basiliskenhalsband heraussucht. Trifft man allerdings auf Schwerter und Schmetterschädel, dann hat man ein Problem. Folglich definiert diese Karte nur das Format, wenn sie Unterstützung erfährt. Der Steinschmelz-Mystiker ist jedoch nicht das beste Beispiel, da die Schwerter und der Schmetterschädel ganz offenkundig ebenfalls sehr mächtig sind. In den Fällen jedoch, in denen die sekundären Karten harmlos erscheinen oder wenn es sie schon seit Ewigkeiten gibt und sie jeder in diesem Format spielt, übersieht man solche Karten leicht.

Als Delver das Top-Deck im Standard war, beschwerten sich eine Menge Leute über den Geheimnisstöberer und riefen sogar schon laut nach seiner Verbannung – ohne zu erkennen, dass er nicht das eigentliche Problem in diesem Deck war. Er war schon die Karte, die die Partie entschied, manchmal sogar durch ein frustrierendes, blindes Umdrehen in Runde Zwei. Ich glaube allerdings, dass es In Betracht ziehen (und in gewisser Weise auch die Gitaxianer-Sonde und das Manaleck) waren, die den Geheimnisstöberer so mächtig und damit zu einer formatdefinierenden Karte gemacht haben. Als In Betracht ziehen rausrotierte und es keine wirklich gute Möglichkeit mehr gab, Karten zu ziehen, verschwand Delver im Jahr von Innistrad/Rückkehr nach Ravnica völlig vom Radar, auch wenn es eine Rolle als Superstar im Legacy übernahm. Hätten wir In Betracht ziehen in Magic 2013 belassen oder einen anderen Effekt eingeführt, mit dem man die oberste Karte der Bibliothek manipulieren kann, wäre es durchaus möglich gewesen, eine weitere Heuschreckenplage dieser Art auszulösen.

Insect Swarm art

Dies war die schlimmste aller Plagen, die Ägy... äh, das Standardformat je heimgesucht hat.

Die nicht ganz so offensichtliche Aufgabe für die Entwickler besteht daher also darin, sicherzustellen, dass so viele Karten wie möglich die nötige Unterstützung haben, um zu funktionieren, aber nicht so viel davon, dass alles andere untergeht. Wie sich herausstellt, sind die hochgezüchteten, schillernden Karten für gewöhnlich die, die sich leichter ausbalancieren lassen, denn sie sind einfach leichter zu erkennen. Die wahre Herausforderung liegt in dem Versuch, dem Format die richtige Anzahl und die passende Art von Unterstützungskarten mitzugeben, damit die neuen Motive sich deutlich zeigen können, ohne dabei zu übermächtig zu sein, und auch alle im Limited funktionieren.

Wenn wir uns das aktuelle Standard ansehen, dann könnte man leicht sagen, dass das Belagerungsnashorn oder Jace, Wunderkind von Vryn die definierenden Elemente sind, aber keine dieser Karten ist es tatsächlich – es ist vielmehr die Manabasis. Der Grund, warum so viel aus Khane noch immer dominiert und es so viele vierfarbige Decks gibt, ist, dass wir damit experimentiert haben, durch Fetch- und Doppelländer eine sehr starke Manabasis im Standard zu haben. Und das überstieg sogar unsere eigenen Erwartungen an seine Mächtigkeit.

Wenn wir uns die Manabasis aus Kampf-/Fetchländern im Standard ansehen, dann glaube ich nicht, dass wir Fetchländer und Länder mit Standardlandtypen in nächster Zeit wieder im Standard haben werden und ganz bestimmt nicht dann, wenn wir nicht gerade ein mehrfarbiges Set unterstützen wollen. Das war etwas, was wir ausprobiert haben, und letzten Endes machte es das Standardformat für viele Spieler weniger spannend. Das soll nicht heißen, dass das Experiment vollkommen fehlgeschlagen ist: Wir haben eine Menge wertvoller Daten erhalten, mit deren Hilfe wir in Zukunft bessere Sets machen können. Das Standard ist noch immer vielfältig und meiner Meinung nach auch ziemlich spannend, aber ich freue mich persönlich schon sehr auf Schatten über Innistrad, da die Rotation dann eine Veränderung der Manabasis und eine günstige Gelegenheit für neue und interessante Decks mit sich bringen wird.

Schlüsselkarten im Standard verändern

Es gibt Karten, die nicht notwendigerweise zu stark sind, die wir aber zu einer bestimmten Zeit nicht im Standard sehen wollen. Und das hat eine Reihe von Gründen. Oft liegt es daran, dass sie unserer Auffassung nicht für mehr Spaß sorgen oder dafür, dass sich im Standard ein neues Spielgefühl entfalten kann, sobald neue Sets erscheinen.

Durch Magic 2014 und Theros brachten wir das Ändergewölbe und die Gedankenergreifung in das Format ein. Wir wussten, dass das sehr beliebte Karten im Modern sind, und wir wollten sie im Standard ausprobieren. Ich glaube, letztlich waren beide Karten unfassbar mächtig (und allgegenwärtig) und machten so das Standardformat weniger unterhaltsam. In ihrer Anwesenheit war es wesentlich schwerer, coole Dinge anzustellen. Das hatte zwar den Vorteil, dass die Spieler mit den mächtigen Karten spielten (und mächtige Karten machen häufig sehr viel Spaß). Der Nachteil war jedoch, dass man weniger abgefahrene oder interessante Dinge zu sehen bekam. Ein Ziel im Standard ist es, dass die Partien stärker auf die neuen und einzigartigen Dinge hinauslaufen anstatt auf die mächtigen austauschbaren Effekte. Und das beschreibt ziemlich gut sowohl das Ändergewölbe als auch die Gedankenergreifung. Positiv war jedoch, dass sie eine wichtige Rolle dabei spielten, die Gossenratte in ihrem zweiten Jahr im Standard zu einer echten Topkarte zu machen. Also hatten sie auch etwas Gutes.

Für Tag der Abrechnung ist der Tag der Abrechnung gekommen!

Während wir versuchen, neue und vielfältige Umgebungen im Standard zu erschaffen, müssen wir von Zeit zu Zeit das Erscheinungsbild der Schlüsseleffekte ändern. Tag der Abrechnung als Vanilla-Zorn hatte ein echtes Problem. Nämlich dieses: Solange er im Standard war, spielten die Leute nur Zorn für vier Mana. Das bedeutete, dass wir die Aggrodecks darum herum ausbalancieren mussten und wir nur wenig Spielraum für Neues hatten. Indem wir bedingungslosen Zorn auf fünf Mana anhoben, aber gleichzeitig zuließen, dass Karten wie Siechen für vier gespielt werden konnten, erweiterten wir unsere Möglichkeiten, interessanten Zorn für eine breite Palette an Decks zu machen, ganz erheblich. So konnte man Ende der Feindseligkeiten in der einen Woche und Weltenaufstand in der nächsten spielen.

Gleichermaßen wurde auch der Elfen-Mystiker nicht aus dem Standard herausgenommen, weil er zu stark war. Also nicht ganz. Ich würde sehr wohl sagen, das der Elfen-Mystiker insgeheim eine der stärksten Karten des gesamten Formats darstellte, als er noch im Standard war. Er war das definierende Merkmal grüner Decks, und viele dieser Decks wiederum definierten sich durch die Machtverschiebung zwischen Partien, in denen der Elfen-Mystiker in Runde Eins gespielt wurde, und denen, in denen dies nicht der Fall war. Eine Karte wie Paradiesvögel hat das gleiche Problem, nur schlimmer, da sie den Unterschied ausmachen kann, ob man in Runde Zwei eine goldene Karte im Spiel hat oder nicht. Im Augenblick nehmen wir eine Auszeit von Manabeschleunigern für ein Mana im Standard, ebenso wie wir uns davon entfernt haben, Manasteine für zwei Mana zu veröffentlichen. Das liegt zum Teil daran, dass wir so eine breitere Palette an Karten erschaffen können, die auch tatsächlich gespielt werden (da wir den Manaelfen für zwei Mana mehr Bedeutung verleihen können). Das erlaubt es uns, stärkere Karten für zwei oder drei Mana in Grün zu haben, ohne sie um den Elfen-Mystiker herum balancieren zu müssen.

Elfen-Mystiker und Blitzeinschlag – wir kannten euch kaum. Nein, streicht das bitte. Wir kannten euch gut. Richtig, richtig gut.

Der Blitzeinschlag wurde nicht herausgenommen, weil er zu stark war. Blitzschlag ... Na ja, man soll ja bekanntlich niemals nie sagen, aber seid nicht überrascht, wenn die am meisten gespielte Karte im Modern in nächster Zeit auf keinen Fall im Standard auftaucht. Immerhin ist das die meistgespielte Karte im Modern, was bedeutet, dass sie wahrscheinlich auch die meistgespielte Karte im Standard würde, und zwar bis zu dem Punkt, an dem das Metagame sich komplett um sie dreht.

Der Blitzeinschlag hat zwar das richtige Machtniveau fürs Standard, ist aber ziemlich langweilig. Und jedes Mal, wenn wir eine Karte nehmen, die zwar ziemlich langweilig, aber in jeder Menge Decks viermal gespielt wird, und ihr neuen Text verpassen, nehmen wir zukünftigen Sets die Möglichkeit, Karten zu veröffentlichen, die eine Alternative dazu darstellen könnten. Genau wie wir mit verschiedenen Formen der Manabeschleunigung im Standard experimentiert haben, treten wir jetzt in ein Versuchsstadium ein, wie wir die Vielzahl von Direktschadenzaubern verlagern können, damit man eine gewisse Auswahl hat, ohne sie einfach alle in ein Deck zu tun, um hinterher ein Modern Burn-Deck zu haben.

Obwohl keine dieser Karten im Augenblick im Standard ist, glaube ich nicht, dass sie für immer draußen bleiben werden. Während wir Grün mehr um die Karten für zwei oder drei Mana herumbauen und mehr Manaelfen für zwei Mana haben, kann ich schon einen Punkt erkennen, an dem wir wahrscheinlich alles wieder etwas umkrempeln und eine gewisse Zeit lang Manaelfen für ein Mana verwenden wollen. So können Spieler, die erst seit ein paar Jahren spielen, etwas Neues entdecken, während die älteren nostalgisch werden dürfen. Das Design fürs Standard verläuft zyklisch, und vieles, was verschwindet, wird wohl nicht immer für immer verschwunden bleiben.

Eine Standarderfahrung bieten

Nach dreiundzwanzig Jahren der Erschaffung von Magic ist klar, dass wir nicht einfach nur immer weiter alles verbessern können, um neue Karten zu machen. Es gibt einfach nicht genügend Kosten, die man verringern könnte. Wir sind vielleicht nicht in der Lage, jedes Jahr so viele neue Karten fürs Vintage zu entwerfen – da die Messlatte, ab der eine Karte besser als eine andere wird, dort doch absurd hoch liegt –, aber wir können kontrollieren, welche Art von Karten wir fürs Standard machen. Und dabei werden viele davon sicher auch das richtige Machtniveau fürs Modern mitbringen und so auch etwas zu diesem Format beitragen. Und einige davon werden dann ins Legacy wechseln und ein paar wenige jedes Jahr ins Vintage.

Wenn ihr mit den mächtigsten Karten spielen wollt, dann spricht wenig gegen die Ewigen Formate – denn hier kann das Standardformat einfach nicht mithalten. Das Ziel fürs Standard ist es, neue Erfahrungen zu erzeugen und die Themen und Mechaniken eines jeden Sets hervorzuheben. Ein Teil dessen bedeutet, dass im Lauf der Zeit ein paar heilige Kühe geschlachtet und die Grundlinie für einige Effekte angehoben werden muss, damit wir neue einführen können.

Stellt euch vor, ihr arbeitet an der Sechsten Edition für Magic. Ihr besprecht, welche Karten ihr nicht wieder auflegen wollt, und die Entscheidung fällt auf Schwarzer Ritus. Es wäre leicht zu sagen: „Ja, aber ohne Schwarzer Ritus ist Schwarz zu schwach! Schwarzer Ritus ist ein zentrales Element in Schwarz, ohne das es nicht mithalten kann!" Nun, das mag auf die Sets davor zugetroffen haben, aber sobald man die Karte aus dem Format nimmt, tut sich eine großer Designraum vor einem auf. Ein Großteil der Stärke von Schwarz lag zwar in einem Schwarzer Ritus in Runde Eins und dann einer Karte für drei (oder drei Karten für ein Mana), doch das bedeutete auch, dass man beim Balancing alle Karten für drei so behandeln musste, als würden sie in Runde Eins gespielt. Wir nahmen Schwarzer Ritus aus der Sechsten Edition heraus, und Schwarz ging es am Ende trotzdem gut – genau wie wir den Gegenzauber aus Blau, den Blitzschlag aus Rot und Schwerter zu Pflugscharen gefahrlos aus Weiß entfernen konnten. Nachdem diese Karten im Standard nicht mehr existierten, erhöhte sich die Anzahl an Karten, die in allen Farben gespielt werden konnten.

Das heißt nicht, dass wir immer hundertprozentig recht hatten mit der Veränderung der Karten, die wir ins Standard nahmen, oder dass wir es in Zukunft immer richtig machen werden. Wir testen sehr viel intern, finden heraus, was uns gefällt, und lassen es dann auf die Welt los. Im Allgemeinen können wir sehr wohl feststellen, was mächtig genug fürs Standard ist, aber es ist weitaus schwieriger, zuverlässig abzuschätzen, was den Spielern gefällt. Manchmal liegen wir daneben, weil wir die Mächtigkeit falsch eingeschätzt haben, und manchmal erkennen wir, dass Spieler starke Decks nicht spielen, weil ihnen nicht gefällt, wie sie sich spielen. Indem wir die Decklisten unserer Ferne Zukunft-Liga mit denen vergleichen, die in der echten Welt gespielt werden, und uns anschauen, wie stark sie letztlich werden, können wir die Bereiche ausmachen, in denen wir regelmäßig Karten über- oder unterschätzen und sie in zukünftigen Sets anpassen. Wenn wir etwas ausprobieren und es stärker wird, als wir erwartet haben, schauen wir uns diese Ergebnisse an und stellen sicher, dass diese Art von Karten in Zukunft ausgiebiger getestet wird, damit wir auch weiterhin die Karten machen können, mit denen die Spieler gern spielen.

Das war‘s für diese Woche. Schaut auch nächste Woche wieder vorbei, wenn ich noch tiefer in dieses Thema einsteige und zeige, wie wir Daten aus der echten Welt einsetzen, um unsere Balancing-Entscheidungen für Kartensets zu unterfüttern.

Bis dahin

Sam (@samstod)

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