Auftragen und Polieren

Veröffentlicht in Magic Academy on 16. August 2006

Von Ted Knutson

Die Magic Academy ist eine neue Art von Kolumne, die neuen Magic-Spielern helfen soll, mehr über das Spiel zu erfahren und die vielen Quellen im Internet besser nutzen zu können. Ein wichtiger Ansatz der Magic Academy ist, dass die Artikel wie bei einem Lehrbuch linear aufeinander aufbauen. Wenn dies dein erster Besuch der Kolumne ist, kannst du entsprechend mit dem ersten Artikel beginnen, oder einfach im Inhaltsverzeichnis schauen, wo du gerne anfangen möchtest. Das Inhaltsverzeichnis und weitere Informationen findest du auf der Magic Academy Startseite.

Bei den Artikeln der Magic-Academy gehen wird grundsätzlich davon aus, dass die Leser eine einfache Partie Magic bestreiten können. Wenn du noch neu bei Magic bist und bisher keine Erfahrungen mit Magic hast, dann solltest du zunächst auf die Webseite playmagic.com gehen und dich mit dem Spiel vertraut machen. Danach kannst du dann wieder zur Kolumne zurückkehren und mehr über dieses Spiel erfahren.

Hallo und Herzlich willkommen zur nächsten Lehrstunde, die hoffentlich nicht nur lehrreich ist, sondern auch Spaß macht. Ich bin immer noch Ted Knutson und könnte dich erstmal weiter mit solchen belanglosen Sätzen füttern, was ich aber nicht machen werde. Primär, weil wir beim letzten Mal ja mitten in einem spannenden Thema aufgehört haben – wie man blockt bzw. wie man gut blockt.

Anstelle weiter irgendwelche Sprüche zu machen, werde ich heute Blocksituationen aus der Praxis vorstellen und dabei hoffentlich zeigen, dass vermeintlich komplexe Situationen durchaus sehr einfach sein können. Wenn alles klappt, wirst du dich am Ende dieses Artikels von einem Block-Anfänger zu einem echten Kampfmeister, der durch seine Gegner „schneidet“, wie das Messer eines Meisterkochs durch ein Milchprodukt – und damit meine ich nicht Käse! Wenn du den letzten Artikel nicht gelesen hast, solltest du das dringend nachholen, da ich mich im heutigen Artikel immer wieder auf diesen Artikel beziehen werde, ohne die Infos hier zu wiederholen.

Die Antwort zur Aufgabe aus der letzten Lektion

Der letzte Artikel endete mit einer Aufgabe, für die ich aber die entsprechende Lösung noch nicht verraten hatte. Daher ist es nur fair, dass ich die Aufgabe erkläre, bevor wir mit den nächsten Lektionen weitermachen. Falls du dich nicht mehr erinnern kannst, wie die Aufgabe aussah, hier noch mal die Spielsituation:

Opie, der obere Spieler, hat 18 Lebenspunkte und du hast noch 10 Lebenspunkte. Zunächst wirst du erst einmal feststellen wollen, ob du blocken musst. Da du insgesamt 11 Schadenspunkte erwarten kannst, und du nur noch 10 Lebenspunkte hast, würde es dein Aus bedeuten, wenn du nicht blockst. Du musst also blocken.

Da du nun weißt, dass du blocken wirst, stellt sich dir als nächstes die Frage, wie du blockst. Die richtige Antwort ist in diesem Fall, dass du einen Doppelblock gegen das Krokodil machst und dann mit deinen restlichen Kreaturen zwei der 2/2 Kreaturen blockst.

Der Grund für diesen Block ist einfach, dass es der effektivste Block ist, um in den nächsten Zügen leichter zu machen, die Kreaturen deines Gegners zu erledigen. Dies entspricht einer Kombination der Regeln 3, 4 und 5, die wir letzte Woche behandelt haben. Da dein Gegenspieler keine Karten auf der Hand hat, brauchst du keine Kampftricks zu fürchten, die deine Kreaturen töten würden, während seine überleben. Unterm Strich tauscht du einen Trained Armodon [Gezähmtes Armodon] gegen eine 5/5 und zwei 2/2 Kreaturen. Du verlierst zwar ein paar Lebenspunkte, hast aber das Scharmützel ganz klar gewonnen. Natürlich könntest du auch einen anderen Block versuchen, aber ohne Karten auf der Hand und ohne irgendwelche Informationen über die Decks, ist es die beste Wahl.

Wenn du dich dafür entschieden hättest, eine 3/3 Kreatur gegen die 5/5 Kreatur zu stellen, solltest du dir noch einmal Regel 2 aus dem letzten Artikel anschauen. Ein Chump-Block ist hier weder notwendig noch hilft er dir in irgendeiner Form, weswegen du ihn vermeiden solltest.

Szenario 2

Ben kämpft erneut um die Herrschaft über den Küchentisch. Dieses Mal sieht die Spielsituation so aus:

Opie Getappt und in der roten Zone sind Grizzly Bears (Grizzlybären), 1 Trained Armodon (Gezähmtes Armodon)

Ben Ungetappt un d in der grünen Zone sind: 1 Lumengrid Warden (Lumengridaufseher), 1 Fugitive Wizard (Geflüchteter Zauberer), 1 Scathe Zombies (Seelenlose Zombies)

Die Lebenspunkte betragen 20 für Opie und 13 für Ben. Da es wieder ein Basic-Szenario ist, gehe ich wieder davon aus, dass beide Spieler keine Karten auf der Hand haben. Wir konzentrieren uns also wieder auf die auf dem Tisch liegenden Kreaturen. Und erneut ist die Frage einfach: Wie sollte Ben blocken??

Auch diese Aufgabe ist wieder einfach und soll deine Fähigkeit testen, mit den vorhandenen Ressourcen richtig umzugehen. Ben ist in Bezug auf die Zahlen überlegen, aber Opie hat die fetteste Kreatur auf dem Tisch. Obwohl Bens Lebenspunkte es nicht notwendig machen, dass er blockt, würde ich es trotzdem empfehlen. Es gibt gute Arten zu blocken, er muss sie nur finden.

In diesem Fall sollte Ben nicht nur den Block für diese Runde bedenken, sondern auch schon darüber nachdenken, was er in der nächsten Runde macht, wenn sich die Situation auf dem Tisch nicht ändert. Wenn du den Armodon mit den Scathe Zombies (Seelenlose Zombies) und dem Lumengrid Warden (Lumengridaufseher) blockt, während du die Grizzly Bears (Grizzlybären) durchlässt, tauscht du 2/2 Zombies gegen seine 3/3 Kreatur. Zudem ermöglichst du für die nächste Runde die Möglichkeit, seine Grizzly Bears (Grizzlybären) zu töten, indem du sie mit dem Fugitive Wizard (Geflüchteter Zauberer) und dem Warden blockst. Auch wenn Bens Kreaturen etwas kleiner als Opies Kreaturen sind, kann man mit ihnen trotzdem gut blocken und effektiv beim Verteidigen tauschen, was nicht so einfach wäre, wenn Ben angreifen würde.

Szenario 3

Für dieses Szenario werde ich nicht nur Karten aus dem Haupt-Set (9. Edition) verwenden. Es wird etwas komplizierter, damit ich die Gefahrenanalyse etwas besser erläutern kann. Dieses Mal kämpfen Ben und Opie im Rahmen eines Ravnica-Guildpact-Dissension-Drafts [Ravnica-Gildenbund-Zwietracht-Draft]. Mach dir keine Gedanken, wenn du noch nicht weißt, was ein Draft ist. Dieses Spielformat werde ich in einem der zukünftigen Artikel noch vorstellen.

Oppie hatte die meiste Zeit in diesem Spiel die Oberhand, aber Ben hat gerade seinen seltenen und extrem starken Niv-Mizzet, The Firemind [Niv-Mizzet, Das Feuerhirn] ins Spiel gebracht. Opie hat auf seiner Hand zwei Karten und Ben hat keinen Schimmer, welche das sein könnten. Er hat im letzten Spiel bei Opie Lightning Helix [Blitzhelix] und Pyromatics [Schnellfeuerwerk] gesehen, weiß also, dass Opie einige heftige Zerstörungszauber hat, die auch gut gegen Spieler einzusetzen sind. Ben selbst hat nur Train of Thought [Gedankengang] auf der Hand. Opie hat 16 Lebenspunkte und Ben hat 8 Lebenspunkte.

Die Spielsituation sieht folgendermaßen aus:

Opie Ungetappt sind: 2 Gebirge, 3 Wälder, 1 Ebene
Getapped und in der roten Zone sind: 1 Gruul Scrapper (Gruul-Raufbold), 1 Simic Ragworm (Simic-Lumpenwurm)

Ben Ungetapped sind: 1 Soulsworn Jury (Jury der Seelen), 1 Niv-Mizzet, the Firemind(Niv-Mizzet, Das Feuerhirn)
Getapped sind: 3 Inseln, 2 Gebirge, 1 Boros Signet (Boros-Petschaft)

(Nimm dir kurz Zeit und schaue dir Niv-Mizzet (NIv-Mizzet, das Feuerhirn) und Train of Thought (Gedankengang) noch einmal genau an.) Mit dem Wissen, dass Niv-Mizzet ein Spiel alleine dominieren kann, stellt sich nun die Frage, wie du blocken wirst!?

Zunächst müssen wir uns wieder die Frage stellen, ob wir blocken müssen, damit wir nicht sterben. Unser Gegenspieler wird insgesamt 6 Schadenspunkte verursachen und wir haben noch 8 Lebenspunkte, also müssten wir eigentlich nicht blocken. Da wir aber wissen, dass unser Gegner einige direkte Schadenszauber in seinem Deck hat, ist es trotzdem eine gute Idee. Wenn wir nicht blocken und er hat Pyromatics (Schnellfeuerwerk) oder Lightning Helix (Blitzhelix) auf der Hand, würden wir im Prinzip Selbstmord begehen. Hinzu kommt, dass keine unserer Kreaturen nur durch seine Kreaturen sterben würde, weshalb wir zumindest eine seiner Kreaturen blocken sollten.

Auch wenn du natürlich Niv-Mizzet (Niv-Mizzet, Das Feuerhirn) verwenden könntest, um eine gegnerische Kreatur zu blocken und auszuschalten, würde ich hier zu Vorsicht raten. Deine Hand im Hinterkopf, solltest du daran denken, dass Niv-Mizzet in der nächsten Runde beide Kreaturen von Opie alleine ausschalten kann und zusätzlich noch eine zusätzliche Karte ziehen, sofern er bis dahin überlebt. Er verursacht 1 Schadenspunkte während deiner Zugphase, 3 weitere Schadenspunkte, wenn du Train of Thought [Gedankengang] für drei zauberst und dann noch 1 Schadenspunkt, wenn du Niv tappst um eine Karte zu ziehen – also genügend Punkte, um den Scrapper (Raufbold) und den Ragworm (Lumpenwurm) zu töten. Das ist rohe, unbändige Kraft.

(Angenommen, die Jury übersteht den Kampf, könntest du, sofern du den Artikel "„Sofortige Belohnung“" gelesen hast, darauf kommen, dass du das alles nicht in deinem Zug machen müsstest, aber darum geht es ja gerade nicht.)

Mit all diesen Informationen im Hinterkopf, würde ich einfach mit Soulsworn Jury blocken und so bei 5 Lebenspunkten nach der Schadensverrechnung landen. Ja, wir nähern uns dem Bereich, wo man einfach so „niedergebrannt“ werden könnte, aber dazu müsste Opie schon beide Karten, Lightning Helix (Blitzhelix) und Pyromatics (Schnellfeuerwerk). auf der Hand haben oder ziehen. Ben hat aber seine Hand mit Train aufgefüllt zudem mit Niv-Mizzet eine ziemliche gute „tickende Uhr“ auf dem Tisch. Mit tickender Uhr ist hier gemeint, dass Opie nicht mehr viele Runden überstehen wird. Ja, es wird ein knappes Spiel, aber ich würde alles tun, damit der große Drache lange genug lebt, damit er richtig ungemütlich werden kann.

Wenn du erfahrener wirst, ist eine der Fähigkeiten, die du dir unbedingt aneignen solltest, die Fähigkeit, zu wissen, wann du deine besten Kreaturen riskieren kannst und wann du sie besser aus der Schusslinie nimmst, damit sie dir in zukünftigen Runden bessere Dienste leisten können. Das ist gar nicht so einfach zu lernen. Einige der besten Spieler liegen hier manchmal falsch. Aber mit viel Übung wird es einfacher.

Variationen eines Themas

Variante A

Okay, nehmen wir einfach die Spielsituation aus der letzten Woche und ändern einfach nur eine einzige Variable, um zu sehen, wie dies unsere Denkprozesse beeinflussen kann. Die Kreaturen auf dem Spielfeld sind gleich, genauso wie die Lebenspunkte beider Spieler. Der einzige Unterschied ist, dass Opie zwei Karten auf der Hand und eine große Menge ungetappter Länder hat. Und wie im richtigen Leben weißt du nicht, welche Karten er auf der Hand hat. Deine Initution sagt dir aber, dass eine der beiden Karten Giant Growth (Riesenwuchs) sein könnte. Wie blockst du nun?

Wie du vielleicht schon festgestellt hast, ist dieser Angriff von Opie eigentlich kein guter Angriff. Ohne Karten auf der Hand ist der Angriff einfach schlecht, aber nicht jeder spielt gut Magic, so dass du auch solchen Angriffen begegnen kannst. Sobald dein Gegner aber irgendwelche Karten auf der Hand hat wenn er angreift, solltest du wie Admiral Ackbar Alarm schlagen. Wenn es wie eine Falle aussieht, wie eine Falle riecht und wie eine Falle klingt, dann könnte es auch einfach eine Falle sein.

Hier ist nun das Problem, dass du schon in einer Verteidigungssituation bist. Du hast weniger Lebenspunkte und dein Gegner hat die fetteren Kreaturen im Spiel, so dass du aufpassen musst, was du tust. Du hast auch ein Gespür dafür, ob die Karten deines Gegners irgendwelche Kampfkarten sind (dieses Gespür wird besser, je häufiger du Magic spielst). Wenn er etwas wie Giant Growth (Riesenwuchs) auf der Hand hat, kannst du ernsthaft in Schwierigkeiten stecken. Und da sein Angriff ansonsten kaum Sinn macht, klingt es gar nicht so verrückt, dass er etwas wie Giant Growth (Riesenwuchs) auf der Hand hat. In anderen Worten, bedeutet die gleiche Situation wie beim letzten Mal, aber diesmal mit einer Karte auf der Hand deines Gegners, dass du mit einem entsprechenden Trick rechnen musst. Ich gehe mal davon aus, dass das jetzt ein wenig verwirrend war, darum noch ein paar Erläuterungen hierzu.

Gehen wir davon aus, dass wir genauso blocken, wie beim letzten Mal – also mit zwei Trained Armodons (Gezähmtes Armodon) gegen das Krokodil und die Hill Giants (Hügelriesen) gegen die 2/2 Kreaturen.

Wenn jetzt dein Gegenspieler sich dazu entscheidet, Giant Growth (Riesenwuchs) auf sein Krokodil zu zaubern, dann tötet er deine beiden 3/3 Blocker und sein Krokodil überlebt. Du tötest zwar seine zwei 2/2 Kreaturen, aber danach stehst du mit zwei 3/3 Kreaturen gegen seine 5/5, zwei 2/2 und eine 1/1 Kreatur. Die Situation sieht also ziemlich schlecht für dich aus.

Die Frage ist also, wie du richtig blocken solltest, wenn du dir sicher bist, dass Opie einen Giant Growth (Riesenwuchs) auf der Hand hat.

Ich komme auf zwei verschiedene sinnvolle Möglichkeiten. Wenn du absolut davon überzeugt bist, dass die 5/5 Kreatur sterben muss, dann blockst du das Krokodil mit drei Blockern. Auf diese Weise würdest du sein Krokodil selbst dann töten, wenn er Giant Growth (Riesenwuchs) hat und es zu einer 8/8 Kreatur aufbläst. So verlierst du zwar zwei 3/3 Kreaturen, aber er setzt seinen Giant Growth (Riesenwuchs) ein und verliert eine 2/2 Kreatur. In Bezug auf den Kartenvorteil stehst du so eine Karte besser dar. Auf Kartenvorteil werden wir zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer eingehen. Jetzt ist es nur wichtig, dass du eine Karte weniger verlierst, als dein Gegenspieler.

Es gibt aber auch noch eine andere Art, hier zu blocken – und sie ist meiner Meinung nach sogar die bessere Möglichkeit. Wenn du einfach das beste „Tauschverhältnis“ in Bezug auf die Karten erreichen möchtest, macht es am meisten Sinn, wenn du die 2/2 Kreaturen deines Gegners blockst. In diesem Fall erhältst du 5 Schadenspunkte, aber dafür muss dein Gegner seinen Giant Growth (Riesenwuchs) einsetzen, um eine 2/2 Kreatur zu retten und einen deiner Blocker zu töten. Übrig bleiben dann zwei deiner Hill Giants (Hügel Riese) und dein Armodon gegen sein Krokodil, seine Grizzly Bears (Grizzlybären) und seine Llanowar Elves (Llanowarelfen). Wenn man rein in Karten rechnet, verlierst du nur eine, während dein Gegner drei Karten auf seinen Friedhof legen muss. Zudem bist du in einer guten Position, um im nächsten Zug mit den Kreaturen deines Gegners fertig zu werden.

Variante B

Opie Getapped und im Angriff in der roten Zone: Spined Wurm (Buckelwurm), Goblin Chariot (Goblin-Wagenlenker), 2 Grizzly Bears (Grizzlybären).
Nicht angreifend: Llanowar Elves (Llanowarelfen)

Ben Ungetapped: 2 Trained Armodon (Gezähmtes Armodon), 2 Hill Giant (Hügelriese)

Stell dir nun vor, dass wir die gleiche Situation wie in Variante A haben, nur dass diesmal Opie einen Spined Wurm (Buckelwurm) anstelle des Emperor Crocodile (Kaiserkrokodil) hat. Zudem hast du Dark Banishing (Dunkle Verbannung) auf der Hand und genügend Mana, um die zu spielen. Wie blockst du nun? (Vergiss nicht, dass auch dein Gegenspieler Mana zur Verfügung hat und zudem zwei Karten auf der Hand, bei denen du davon ausgehst, dass eine davon Giant Growth (Riesenwuchs).)

In diesem Fall wirst du genauso blocken, wie beim ersten Mal – also einen Doppelblock gegen das Krokodil (bzw. in diesem Fall den Wurm) und ein Hügelriesen gegen die Grizzly Bears (Grizzlybären). Warum? Weil du mit einer Antwort auf Giant Growth (Riesenwuchs) auf der Hand deinen Gegner dazu bringen willst, diese Karte zu spielen, so dass du sie ausschalten kannst. Dies ist am einfachsten dadurch möglich, dass du ihm vormachst, er könnte durch den Giant Growth (Riesenwuchs) ganz einfach zwei deiner Kreaturen ausschalten, was ihn fast dazu zwingt, sie zu spielen. Sobald er das macht, spielst du Dark Banishing (Dunkle Verbannung) und kümmerst dich dann um den Rest und gewinnst das Spiel dann vermutlich nach kurzer Zeit.

Diese Szenarien sind nun wirklich nicht mehr einfach, sondern schon deutlich komplexer, aber sie zeigen relativ gut, dass Blocken relativ schwierig sein kann, wenn du eine ganze Reihe von Variablen berücksichtigen musst. Da sich diese Artikelreihe ja für Anfänger gedacht ist, arbeiten wir ab und zu mit sehr unrealistischen Beispielen, aber es geht ja auch weniger darum, dich in ein tatsächliches Magic-Spiel zu verwickeln, und dich dann die richtige Lösung selber finden zu lassen. Wenn du Magic spielst, wirst du eine Menge dieser Erfahrungen machen. Es geht vielmehr darum, dir die richtigen Denkweisen zu vermitteln, um dich durch schier unendlichen Situationen durchzuarbeiten, denen du bei Magic begegnen kannst und wie du am besten mit diesen Situationen umgehst, wenn sie vorkommen.

Ich hoffe, auch dieser Spaziergang durch die verschiedenen Möglichkeiten zu blocken hat dir wieder Spaß gemacht. Im nächsten Artikel werden wir den Spieß umdrehen und uns um effektives Niederprügeln kümmern.

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