Entflammt

Veröffentlicht in Magic Story on 20. Januar 2016

Von Doug Beyer

Senior creative designer on Magic's creative team and lover of writing and worldbuilding. Doug blogs about Magic flavor and story at http://dougbeyermtg.tumblr.com/

Was bisher geschah: Das Leid, wofür wir geschaffen wurden

Chandra Nalaar traf genau zu jenem Zeitpunkt auf Zendikar ein, als dort die Hölle losbrach. Der Dämon Ob Nixilis hatte seinen Funken zurückerhalten, einen Titanen erweckt und die Zerstörung von Seetor herbeigeführt. Nun streifen zwei Titanen der Eldrazi frei auf Zendikar umher und die Zendikari sind in alle Winde verstreut. Chandra ist fest entschlossen, sich wieder mit ihren Gefährten zusammenzuschließen, doch inmitten all des herrschenden Chaos muss sie zunächst herausfinden, wo diese – oder der rachsüchtige Dämon – überhaupt abgeblieben sind.


Chandra zog sich einen Felsvorsprung hinauf und hielt nach zwei vertrauten Gesichtern Ausschau, doch sie sah nur Zerstörung und Flucht. Kozilek und Ulamog schritten durch die Landschaft und zogen dabei zwei tiefe Schneisen aus verderbter Erde hinter sich her. Sie waren ob Chandras Feuerstößen nicht einmal zusammengezuckt, aber die Pyromagierin hatte dennoch das untrügliche Gefühl, dass die Titanen einfach kehrtmachen und sie verschlingen würden, sollte sie sie allzu nachdrücklich auf sich aufmerksam machen.

Breite, fahle Pfade verliefen kreuz und quer über das Schlachtfeld und verrieten, welchen Weg die Brut der beiden riesenhaften Geschöpfe genommen hatte. Den Eldrazibrutlingen gingen die Menschen aus, denen sie nachstellen konnten. Viele der Zendikari waren geflohen, als Kozilek sich erhoben hatte und der Damm gebrochen war. Viele waren verschlungen worden. Von den Gesichtern, nach denen Chandra suchte, war nicht das Geringste zu sehen.

Auch gab es keinerlei Zeichen jenes Dämons, dessen Einmischung erst zu all dem geführt hatte.

„Gideon?“, rief sie einmal, zweimal, dreimal, jedes Mal lauter und mit wachsender Anspannung.

Ein keckerndes, knisterndes Geräusch kündete von der Ankunft eines neuen Eldrazischwarms, der über einen Hügelkamm auf sie zuhuschte. Die Kreaturen würden bald hier sein. Es waren zu viele, um es allein mit ihnen aufzunehmen.

Mit zu Schlitzen verengten Augen und geballten Fäusten dachte Chandra so laut sie nur konnte: „Jace?“ Sofort kam sie sich albern vor.

Keine Antwort, weder auf geistigem Wege noch anderweitig.

Chandra blickte mit zusammengekniffenen Augen zu dem Schwarm. Die Eldrazi hatten zu viele Ellenbogen und Knie, an deren Gelenken sich niemals blinzelnde Augen befanden. Sie schaute hinter sich, doch das Land fiel zu einem flirrenden Tal hin ab, dessen Grund von den Eldrazi verwüstet worden war. Sie nahm breitbeinig und hoch aufgerichtet Aufstellung vor dem Schwarm. Sie zog sich die Schutzbrille über die Augen und neigte den Kopf zur Seite, bis ihr der Nacken knackte.

Als sie sich so in Position brachte, stieß ihr Fuß gegen etwas Metallenes. Sie sah rasch nach unten. Es war ein großer Bucklerschild, der halb im Schlamm vergraben war. Sie funkelte den Schwarm finster an und beugte sich nach vorn, um den Schild aufzuheben, ohne die Eldrazi dabei aus den Augen zu lassen. Der Schild mochte verbeult sein, aber sie erkannte ihn wieder.

Gideons Phalanx | Bild von James Ryman

Sie schluckte schwer. Kurz drückte sie sich den Schild gegen die Stirn. Etwas kratzte ihr in der Kehle. Sie presste den metallenen Buckler mit den Fäusten zusammen, bis seine Ränder knirschten.

Aus irgendeinem Grund blitzten die Gesichter ihrer Eltern vor ihrem inneren Auge auf. Sie hatte nie verstanden, warum sie immer zu derart merkwürdigen Gelegenheiten an sie denken musste – es kam einfach über sie. In ihrem Kopf waren sie nie gealtert: Sie waren noch immer genauso alt wie damals, als sie sie zum letzten Mal gesehen hatte. Als sie noch ein Kind auf Kaladesh gewesen war. Sie dachte nicht an ihre letzten Augenblicke: Sie sah ihren Vater nicht mit einem Messer in den Eingeweiden auf die Knie fallen, und sie sah nicht den versengten Schal ihrer Mutter im Schlamm, wie das Tuch mit dem Dorf um sie herum verbrannte. Chandra sah nur, wie sie sie mit einem elterlichen Blick voller Güte und Stolz ansahen.

Sie knirschte mit den Zähnen. Sie war viel zu spät nach Zendikar gekommen.

Die Stimme einer Frau erklang hinter ihr, von unten aus der kleinen Schlucht. „He, Feuermagierin.“

Sie wandte sich um.

„Gehört das dem Generalhauptmann?“ Eine groß gewachsene Frau in einem Plattenpanzer hockte in der Mulde, die Kozileks Verderbtheit geschaffen hatte. Neben ihr drückte sich eine kleine Gruppe Zendikari an die Wand der Spalte – hauptsächlich Kundschafter und Fußsoldaten, die meisten von ihnen verwundet.

Generalin Tazri | Bild von Chris Rahn

Chandra schaute wieder zu dem sich nähernden Schwarm, der langsam auf sie zukrabbelte. Sie ließ sich in die Spalte hinuntergleiten und hob den Schild. „Er gehört Gideon. Habt ihr gesehen, was mit ihm geschehen ist?“

„Er hat gegen den Dämon gekämpft“, sagte die Frau. „Er ging zu Boden.“

Chandra ließ die Schultern hängen.

„Aber er ist am Leben“, sagte die Frau.

„Generalin Tazri ...“, setzte einer der Kundschafter an.

„Er ist am Leben“, wiederholte sie.

„Generalin Tazri“, sagte Chandra, „es ist wichtig, dass ich ihn finde.“

„Auch wir brauchen ihn“, sagte Tazri. Sie riss mit den Zähnen einen Streifen Verbandszeug von der Rolle, wickelte ihn um das Bein eines der Kor-Kundschafter und zog die Binde straff. „Der Dämon hat ihn und zwei andere mitgenommen.“

Mitgenommen? Wohin?“

„Er war auf dem Weg zu einer Höhle“, sagte ein anderer der Kundschafter. Seine Augen und seine Zähne wiesen ihn klar als Vampir aus. Er deutete in Richtung einiger schroffer Felswände in der Ferne. „Der Eingang ist dort, in der Kluft zwischen diesen beiden Bergspitzen. Nur eine Handvoll Meilen auf dem Luftweg.“

„Danke“, sagte Chandra. Sie befestigte sich den Buckler am Arm und hielt sich an dem schimmernden Gestein fest, um aus der Spalte herauszuklettern.

„Warte“, sagte Tazri. Sie drehte den Kopf zu ihrer Gruppe. „Ich habe hier Verwundete. Wir sind nicht in der Verfassung, jetzt einen Rettungstruppe anzuführen.“

Chandra fragte sich, was genau das mit ihr zu tun hatte. „Ich gehe zu ihm. Bleibt hier.“

„Was ist mit dem Schwarm?“, fragte Tazri.

Chandra steckte den Kopf aus der Schlucht. Die Eldrazi hielten noch immer geradewegs auf sie zu. „Ich locke sie weg.“

Tazri musterte Chandra stirnrunzelnd von oben bis unten. Dann zog sie einen schweren Streitkolben und nickte. „Wir decken deinen Abgang. Danke.“

„Bleibt einfach hier unten und passt auf euch auf.“

Chandra kletterte aus der Spalte. Sie stand auf, klopfte sich den Staub ab und entflammte gleichzeitig.

Ihr Haar loderte auf und ihre Hände begannen zu glühen. Ein alles verzehrender Zorn, angesichts dessen sie sämtliche Muskeln anspannte, wärmte ihr die Glieder. Der Zorn war vertraut und tröstlich. Sie lehnte sich innerlich an ihn an wie an einen verlässlichen Freund. Äußerlich wirbelte Chandra herum, und die Luft um sie herum fing Feuer. Ein brausender Zyklon aus wirbelnden Flammen raste über das Feld vor ihr, und sie folgte ihm nach, während er durch den Schwarm hindurchfuhr. Eldraziteile wurden hoch in die Luft geschleudert, um dann rauchend auf den Boden zu prasseln.

Der Schwarm gab ein raues Zischen von sich und nahm nun sie anstelle von Tazris Kämpfern ins Visier. Ihr Puls ging schneller. Ihr Haar brannte heißer.

„So ist‘s recht“, sagte Chandra. „Ich bin ein strahlendes Leuchtfeuer aus Mana und Licht, ihr Bastarde.“

Sie wandte sich in Richtung der schroffen Felsen. Als sie losrannte, wehten die Flammen ihrer Haare wie ein Banner hinter ihr her.


Sie sprang über Spalten und über kleine Risse. Ohne eigens dafür anzuhalten, blickte sie immer wieder hinter sich. Von hier aus konnte sie erkennen, dass Kozileks Brut neben ihrer allgemeinen Widerlichkeit auch noch schlimme Verwüstung mit sich brachte. Eine Schneise der Zerstörung erstreckte sich hinter dem Schwarm – abnorme, quadratische Muster, wo einst das lebendige Land Zendikars gewesen war.

Hüter der Geometrie | Bild von Jason Felix

Sie hielt die Hitze aufrecht und rannte weiter, während sie wütende Feuerstöße hinter sich schleuderte. Gelegentlich wirbelte sie herum und gab eine Feuersalve ab, die einen oder zwei der Eldrazi auslöschte, was den Rest umso heftiger anstachelte und nur weiter von Tazris Verwundeten ablenkte.

Nach einigen Meilen fiel der Schwarm zurück. Sie vermochte die schwebenden, schwarzen Panzerplatten der Eldrazi in der Ferne kaum noch auszumachen, und auch die grotesken Schneisen, die von ihnen in die Landschaft gezogen worden waren, hatte sie hinter sich gelassen. Chandra richtete ihre volle Aufmerksamkeit auf die beiden Gipfel vor sich.

Sie erreichte eine Anhöhe, und das Land fiel dahinter zu einem gewaltigen Krater ab: der Schlund einer Höhle, umgeben von spitzen Polyedern, die alle nach innen in die Tiefen der Höhle wiesen.

Als sie näherkam, bemerkte sie, dass der weitere Weg versperrt war. Der Eingang war vollständig von einer erst kürzlich entstandenen Kruste bedeckt, die in rechtwinkligen Spiralmustern schimmerte. Dies war die Höhle, zu der der Dämon die anderen gebracht hatte, doch die irisierende Schicht verwehrte ihr das Vorankommen.

Chandra stockte der Atem. Auf der vernarbten Oberfläche sah sie eine verzerrte Spiegelung. Es war nicht ihr eigenes Antlitz, sondern die Gesichter ihrer Eltern. Ihre Augen blickten sanft. Ihre Münder bewegten sich und sie nickten zustimmend, doch die beiden Gesichter wanderten auf sonderbare Weise an der Oberfläche entlang. Chandra konnte nicht verstehen, was ihre Eltern sagten. Sie streckte die Hand nach ihnen aus, aber das Bild zersprang in tausend Teile. Ohne dass sie es ihnen auch nur ansatzweise gestattet hätte, drehten sich ihre Gedanken mit einem Mal um den verbrannten Schal ihrer Mutter am Boden vor dem Dorf auf Kaladesh und um die flehenden Augen ihres Vaters, als er auf die Knie sank, die Hände gegen den Bauch gedrückt, um das Blut aufzuhalten ...

Sie knirschte mit den Zähnen und presste sich die Fäuste in die Augenhöhlen. Als sie die Fassung zurückgewann und die Hände wieder herunternahm, war das Einzige, was sich noch in den Spiralen spiegelte, sie selbst, umgeben von Feuer und mit Augen wie heiße Kohlen. Sie wandte sich zurück zu der Barriere. Sie warf einen raschen Blick auf ihre Hände. Es waren keine Kinderhände wie damals, als ihre Eltern gestorben und ihr Funke das erste Mal entfacht worden war. Es waren die Waffen einer Pyromagierin. Sie presste sie erst flach zusammen und verflocht dann die Finger, um so eine einzige Faust zu bilden. Sie hob die Arme und formte einen weißglühenden Feuerball um ihre Hände herum. Sie sagte nichts, als sie sich den verzerrten Spiralen zuwandte und auf ihr eigenes Spiegelbild einschlug.

Die Kruste zersprang. Eine Wolke aus Splittern und Erdklumpen rieselte herab. Sie hatte vorgehabt, ein Loch hineinzuschlagen, das groß genug war, um sich hindurchzuzwängen. Stattdessen hatte sie die gesamte Barriere zerschmettert und den Höhleneingang vollständig freigelegt.

Im Inneren fanden sich weitere Muster der Zerstörung. Die Erde selbst war hier durchwühlt, ausgezehrt und verwandelt worden.

Chandra erinnerte sich daran, wie der Dämon Kozilek heraufbeschworen und wie er kalt über die Streitmächte unter ihm und über diese ganze Welt gelacht hatte. Sie wusste, dass Kozilek nicht hier war. Dies war das Versteck eines Dämons.


Chandra die Flammenruferin | Bild von Jason Rainville

Chandra hielt ihren Zorn am Brodeln, während sie den verschlungenen Gängen in die Tiefe folgte. Die spiralverzierten Ruinen um sie herum schimmerten eigenartig im Licht ihres Feuers.

Sie hörte eine tiefe, gelassene Stimme in der Kammer vor sich Worte deklamieren. „... ein ganzes Leben voller Todesqual auf dieser verfluchten Welt“, sagte die Stimme. „Ich habe weitaus weniger Zeit mit dir zu teilen, doch ich kann kann dir versichern: keinen Deut weniger Schmerz.“

Als sich die Kammer vor ihr öffnete, sah sie alle drei mitten in der Luft hängen wie Marionetten an magischen Fäden: Gideon, dessen Kinn auf die Brust gesunken und dessen Stirn von der Qual geschuldeten Falten durchzogen war. Jace, dessen Kopf zur Seite gerollt war und dessen Kapuze sein Gesicht im Dunkel ließ. Und eine Elfenfrau, deren Zopf und Arme schlaff herabhingen und deren Lider so weit geöffnet waren, dass sie den Blick auf leere, vollständig grüne Augen mit geschlitzten Pupillen freigaben. Eine Träne war ihr von der Wange bis aufs Kinn hinuntergeflossen. Ihre Körper baumelten in der Luft, umgeben von Wirbeln gereizter Magie. Drei oder vier Eldrazidrohnen aus Kozileks Brut keckerten ganz in der Nähe. Sie hatten noch nicht einmal ihre klingenartigen Fühler in ihre Richtung drehen müssen, um Chandra zu bemerken.

Unerbittliche Bestrafung | Bild von Ryan Barger

„Entschuldige bitte. Hattest du irgendwie den Eindruck, hierher eingeladen zu sein?“ Der Dämon – der Ursprung der dunklen, widerhallenden Stimme – tauchte aus einem Seitengang auf. Sein Körper sah aus, als hätten sich rohe, schwarze Sehnen mit Fragmenten von Rüstung verschmolzen, an deren Rändern eine höllische, innere Hitze durchschien. Seine Augen glühten vor Hass und zugleich offenbar auch vor belustigter Neugier.

„Ich lade mich selbst ein“, sagte Chandra. „Lass sie frei oder stirb.“

„Mir war gar nicht klar, dass sie eine kleine Handlangerin haben“, sagte der Dämon.

Chandra ballte die Finger zur Faust und schleuderte sich und ihre Magie dem Gegner entgegen. Der Dämon wehrte ihren Feuerstoß mit dem Unterarm ab und hob die zerschlissenen Flügel wie ein Drache. Er lächelte oder grinste und zeigte dabei mehrere Reihen scharfer Zähne.

Chandra rappelte sich nach dem Abprall auf. Sie verlagerte das Gleichgewicht, wirbelte herum und schoss eine Salve Feuerpfeile auf das Auge des Dämons ab.

Der Dämon schützte sein Gesicht mit einem Flügel und schüttelte das Schlimmste ab, wobei er jedoch vor Anstrengung knurrte. Er drehte sich auf einem Fuß und versetzte Chandra einen Schlag mit der Pranke.

Chandra donnerte gegen die Wand. Ihr Schädel schlug gegen Stein. Sie hustete, krümmte sich und rang um Atem. Die Drohnen in der Nähe wetzten zwar ihre Greifer, kamen aber nicht weiter auf sie zu.

Sie spuckte Blut aus und rappelte sich auf. Sie zwang ihr Feuer zum Wachsen, indem sie ihre Magie mit ihrem Schmerz speiste. Ihre Hände wurden zu langen Flammenpeitschen. Sie zog den Arm zurück und bündelte ihren Zorn. Die knisternde Hitze ihrer Faust ließ die Luft in der Kammer flimmern.

Sie machte einen Satz und sandte zwei schnelle Feuerstöße aus. Abgewehrt.

Sie verwandelte ihren Sprung in einen körperlichen Angriff und holte mit Gideons Schild als Schlagwaffe aus. Er prallte klirrend an der Schulterplatte des Dämons ab.

Sie wich zu einer Seite aus und sprang herum. Zwei weitere Stöße aus ihren Knöcheln und eine fauchende Flammenwolke aus beiden Handflächen. Sie wurden von der Pranke des Dämons abgefangen und ausgelöscht.

Er holte nach ihr aus, und obwohl sie den Kopf vor seiner Klaue zurückzog, spürte sie einen scharfen Schmerz quer über das ganze Gesicht.

Sie keuchte, als ihre Haut wie Säure zu brennen begann. Ihre Flammen flackerten, und sie schüttelte die Hände, als wollte sie so mehr Feuer aus ihnen aufwallen lassen.

Nein! Bleibe entflammt. Versenge ihn zu Asche. Der Schmerz ist dein Zunder.

Sie hob die Fäuste dicht an die Brust und sammelte all ihr inneres Feuer in sich. Sie beharkte den Dämon mit allem, was sie hatte – kein einzelner Stoß, sondern ein nicht abreißender Flammenstrom, in dem ihr ganzer Zorn zu einem Kegel brennender Luft verdichtet war ...

WUUUUSCH

Der Dämon ging durch ihren Zauber hindurch auf sie zu. Das Feuer verkohlte ihm die Brust, doch er hob den Arm und griff Chandra unters Kinn, um sie an der Kehle hochzuheben.

GLURK.

Chandras Zauber fiel in sich zusammen. Sie strampelte, packte nach seiner Pranke und versuchte, seine Finger zu lösen. „Bastard“, würgte sie hervor.

Der Dämon zeigte lächelnd die Zähne. „Nichts hat bislang vermocht, mich aufzuhalten, Kerzchen. Und du wirst es erst recht nicht schaffen.“

Sie bog seine Finger auf und biss ihm tief in die Hand. Er ließ sie fallen, und sie sank auf alle viere. Sie zwang sich, den Kopf zu heben. „Doch, das werde ich“, murmelte sie. Sie befahl ihren Beinen, sich zu strecken, damit sie sich wieder aufrichten konnte, doch das eine zitterte bloß und weigerte sich, ihr zu gehorchen.

Der Dämon legte den Kopf in gespielter Sorge schräg. „Du verbrennst so schnell, Kerzchen. Was geschieht wohl, wenn du ganz heruntergebrannt bist?“ Er wob einen Zauber und schob ihn mit der Pranke nach vorn.

Chandras Körper krümmte sich, als die Magie des Dämons an ihr zerrte. Es fühlte sich an wie eine sprunghafte Erosion – wie Jahre um Jahre, die an einem Berg nagten, aber dabei in einem einzigen, grausigen Augenblick zusammenfielen. Sie fühlte sich gereizt und dennoch hilflos, als hätte urplötzlich eine lähmende Krankheit von ihr Besitz ergriffen, die nicht zu heilen war. Jedes ihrer Gliedmaßen war zentnerschwer.

Chandras Kopf wollte unbedingt nach unten sinken, um sich mit dem Steinboden anzufreunden. Doch das ließ sie nicht zu. Ihre Arme zitterten, doch sie stützten ihren Körper wie brüchige kleine Säulen. Ihr Blick verschwamm, und die Höhle wurde zu undeutlichen Formen und Schatten.

Die Kammer wurde finsterer. Chandra spürte, wie sie flackerte und immer schwächer brannte. Sie verlosch.

NEIN. BLEIBE ENTFLAMMT.

Sie konzentrierte sich auf ihre Hände, die sie flach in das feine Geröll am Boden der Höhle gestemmt hatte. Wenn ihre Hände nicht verloschen, hatte sie noch Leben in sich. Die Waffen einer Pyromagierin.

Sie spürte, wie der Dämon recht nahe an sie herankam, ein dunkler, formloser Klumpen neben ihrem Ohr. „Sollst du etwa die Retterin in der Not sein?“ Der Dämon schnalzte abschätzig mit Zunge. „Aber ... ich verstehe das nicht. Was kannst du schon jemandem nützen?“

Chandra befahl ihren Augen offen und ihrem Kopf oben zu bleiben. Ihre Muskeln bebten vor Anstrengung.

„Und nun muss ich dich ebenfalls bestrafen. Das habe ich nicht gewollt. Aber mir sind die Hände gebunden. Leg dich hin.“

Chandra wandte ihm langsam das Gesicht zu. Durch tränennasse Wimpern und ihren getrübten Blick konnte sie kaum etwas erkennen.

Der Fleck, der sein Gesicht war, wurde freundlich. Vertraut.

Chandra, mein Schatz“, sagte das undeutliche Gesicht mit der Stimme ihres Vaters, aus der seine Freundlichkeit, seine Wärme und seine unerschöpfliche Geduld sprachen.

Sie wollte das nicht. Sie hatte nicht darum gebeten, ihn zu sehen. Nicht jetzt.

Gib auf,, meine Chandra“, sagte er. Chandra winselte. „Du hast genug getan. Leg dich hin. Leg dich auf den Boden.“

Chandra lugte zu all den Formen, die das verwaschene Gesicht ihres Vaters ausmachten. Die Schwerkraft lastete auf ihrem gesamten Körper und drohte, ihren Widerstand zu untergraben. Ihre Augen brannten.

Chandra, meine liebe Tochter“, sagte das Gesicht nun mit der Stimme ihrer Mutter, jener liebevollen, kräftigen Stimme. „Du hast genug getan. Du hast sie enttäuscht, Chandra. Gib jetzt auf. Lass dich zu Boden fallen.“ Chandra erschauerte. Ihre Ellenbogen knickten ein Stück ein. „Du hast sie enttäuscht, Chandra. Genau wie du uns enttäuscht hast.“

Chandras Körper wollte ausatmen, sein Leben aus der Brust husten, loslassen. Sie wollte das Gesicht verhöhnen und ihm Schimpfwort um Schimpfwort entgegenschleudern, doch sie brachte die Kraft dazu nicht auf. Die Welt wurde schmaler und enger.

Die Kammer, das Gesicht – alles wurde dunkel. Das Gesicht ihrer Mutter verschwand, und sie erkannte nur noch das Leuchten der körperlosen, höllischen Augen des Dämons im Zwielicht.

Ihr Feuer war aus. Ihre Hände waren verloschen. Sie spürte, wie ihr das Haar klebrig von Schweiß ins Gesicht hing.

Chandra, die ... Dr...“, sagte die Stimme. Sie hatte nun ein seltsames Echo. Sie war nicht mehr nur ein Flüstern in ihrem Ohr. Sie klang vielmehr so, als wäre sie ihr noch näher. „Die Drohnen... , Chhhandra.“

„Nimm deine Niederlage nicht persönlich“, sagte der Dämon mit nun unverzerrter, aber gewohnt harscher Stimme. „Ich bringe stets das Schwächste in den Menschen zum Vorschein.“

„Chandra. Ssssein... Sssseine ... Eldrazzzidrohnen“, sagte die hallende Stimme. Sie klang wie ein Kopfschmerz. Außerdem hörte sie sich ganz eindeutig nicht nach ihren Eltern an. „Zersssstöre die. Drohnen.“

Jace. Jace war ... bei Bewusstsein!

Mit Ffffff“, nuschelte Jace in ihrem Kopf. „Ffffe. Feeeeeuer.

Jace war war ... zumindest halb bei Bewusstsein!

Ich kann nicht“, dachte Chandra dumpf.

Du ... kannst ...“ Jace hatte ebenso viel Mühe, seine Worte in ihrem Kopf zu formen, wie sie, diese Worte zu verstehen. „Du kannst das verdammt noch mal wohl. Steh auf.

„Nein“, sagte Chandra laut. Ihre echte Stimme klang ihr sonderbar in den Ohren. Stumpf. Wahrscheinlich sabberte sie.

„Wie war das?“, fragte der Dämon. „Bitte sag mir nicht, dass du jetzt um Gnade bettelst. Das beleidigt uns doch beide.“

„Nein ... Sag mir nicht ...“, krächzte sie. Aus ihren Händen wurden Fäuste und ihre Fäuste wurden zu Feuer, das nun erneut die Kammer erhellte. „Sag mir nicht ...“, wiederholte sie und rappelte sich schwankend auf.

Die Gestalt des Dämons verschwamm vor ihr. Sie sah seine Belustigung, als er ganz leicht den Kopf schüttelte, und seine Bosheit, als er einen letzten, dunklen Knoten aus Energie in einer Pranke formte. „Leg dich hin, Kerzchen“, sagte er.

„Sag mir ... nicht. Was. ICH TUN SOLL.“

Chandra stieß die Fäuste nach vorn. Der Dämon neigte nur ein Stückchen den Kopf, um dem Angriff zu entgehen. Ihre Feuergeschosse fuhren in einem weiten Bogen auf ihre eigentlichen Ziele zu und schlugen zwischen den Eldrazidrohnen ein, die in der Nähe ihrer Freunde lauerten. Die Drohnen zuckten, während sie brannten. Ihre Haut knisterte, als die Hitze kleiner Sonnen sie verschlang.

Verschlingende Flammen | Bild von Svetlin Velinov

Gideon, Jace und die Elfe landeten in einem Knäuel aus Armen und Beinen auf dem Boden. Und dann lösten sie sich scheinbar in Luft auf.

Der Dämon knurrte angesichts der Unterbrechung seines Kerkerzaubers und des Verschwindens seiner Beute. Er wandte sich wieder Chandra zu und holte weit aus, um ihr den Todesstoß zu versetzen.

Chandra wimmerte, unfähig, die nötige Kraft aufzubringen, um dem Hieb auszuweichen oder auch nur zusammenzubrechen. Doch als sie einen Wimpernschlag später noch immer am Leben war, blickte sie den Dämon an. Er starrte hierhin und dorthin und spie dunkle Worte in einem ständig schlimmer werdenden Wutausbruch aus.

Durch seine Augen betrachtet bist du unsichtbar“, sagte Jaces Stimme in ihrem Kopf. „Fürs Erste.“

Chandra stolperte davon und stützte sich an den Höhlenwänden ab, während der Dämon nach ihnen suchte.

Die anderen. Sind sie am Leben?“, fragte Chandra in ihrem Kopf.

Gerade so.“

Wir müssen uns ihm entgegenstellen. Auf mein Zeichen. Fertig?

Nein! Nicht einmal annähernd! Wir haben kaum noch Kraft.“

Chandra ballte die Fäuste. „Wie lange, ehe er merkt, dass wir noch hier sind? Wir können es schaffen.

Chandra. Wir wurden ... gefoltert. Ich weiß nicht ... wie lange schon. Es fühlte sich ... lange ... an.“

Chandra gefiel die Unsicherheit in Jaces Gedanken nicht. Dieses freimütige Einräumen von erlittenem Schmerz. Der Dämon stampfte und stapfte suchend durch die Höhle. Er konnte sie zwar nicht sehen, doch auf keinen Fall war er dumm genug, anzunehmen, sie wären ganz verschwunden.

Chandra straffte die Schultern. Feuer flackerte an ihren Fingerspitzen und wurde zu handtellergroßen Hitzekugeln. „Umso mehr Grund, ihn auszuschalten.“

Jaces zögerliche Antwort: „Sie brauchen Ruhe.“

Jace. Wir kamen hierher, weil wir eine Aufgabe zu erfüllen hatten. Sie ist noch nicht erledigt. Oder?

Chandra ...“, dachte Jace.

Chandras Feuer wurde stärker. „Oder?

Chandra, ich kann nicht ...

Die anderen tauchten in einem Blitz wieder auf, als der Verschleierungszauber zusammenbrach. Jace und die Elfenfrau hatten sich von dort aus, wo Chandra sie das letzte Mal gesehen hatte, tiefer in die Kammer hineinbewegt. Sie wirkten schwach, waren aber wohl bei Bewusstsein.

Auch Gideon war wieder aufgetaucht. Der Dämon hatte ihn bereits im Nacken gepackt und zerrte ihn auf die Füße.

„Gideon!“

Der Dämon wandte sich zu Chandra um und grinste breit. Ein dröhnendes Lachen kam tief aus seinem Inneren. Das Geräusch barg all die Bosheit, die sich während der äonenlangen Gefangenschaft auf Zendikar aufgestaut hatte – und die Befriedigung, endlich dafür entlohnt zu werden.

„Deine Freunde sollten dir danken, Kerzchen“, sagte der Dämon. „Nicht dafür, dass du ihnen Hoffnung gemacht hast. Denn das war schon ziemlich grausam von dir. Nein – dafür, dass ohne dich ihr Tod ohne Publikum stattfinden müsste.“ Der Dämon drückte Gideon die Kehle zu, und Chandra hörte Knochen knacken.

Chandra konnte sich nicht rühren. Sie wusste, dass jeder Schritt, den sie nun unternehmen würde, Gideons Ableben nur beschleunigt hätte.

Sie sah jedoch, dass Gideon um sein Leben rang. Seine Hände klammerten sich an die des Dämons, in dem Versuch, den festen Griff zu sprengen, und selbst in seinem erschöpften Zustand schützten leuchtende Funken seine Haut. Sie sah, wie azurblauer Rauch in Jaces Augen aufwallte, als er irgendeinen gedankendurchbohrenden Zauber heraufbeschwor, während er zugleich darum kämpfte, auf den Beinen zu bleiben. Und sie sah, wie das Haar der Elfenfrau wehte, als sie einen verzweifelten Zauber zu wirken begann. Ranken aus Mana wuchsen aus dem Boden und sprossen auf sie zu.

Ich habe sie nicht enttäuscht. Wir haben einander nicht enttäuscht.

Chandra stampfte auf, und ein Pfeil aus Feuer schoss von ihrem Fuß aus auf den Dämon zu, um den Boden unter seinen Sohlen in Brand zu setzen. Gideon stieß mit den Ellenbogen gegen die Arme des Dämons und trat nach seiner Brust. Kaum hatte er sich aus dem Griff befreit und zur Seite gerollt, hüllte Feuer den Dämon ein.

Der Dämon tauchte von seinen Gegnern umzingelt wieder auf. Gideon schwang nun sein Sural, Jace hielt einen Zauber bereit und die Augen der Elfe leuchteten vor Mana.

„Alle zusammen!“, rief Gideon, und Chandra wusste genau, was er meinte.

Alle vier griffen den Dämon gleichzeitig an. Blitzende Peitschenklingen und elementare Ranken und unerbittliche Gedankenmagie vereinten sich mit Chandras impulsivem Feuerstoß.

Bild von Svetlin Velinov

Der Dämon verzog das Gesicht und breitete schützend die Flügel über sich aus. Er versuchte, einen Zauber zurückzuschleudern, doch Jace war zu schnell für ihn. Der Zauber des Dämons löste sich auf, gerade als Gideon aus der anderen Richtung auf ihn eindrosch. Er schlug nach der Elfe, aber Chandra war schneller und schnitt ihm mit einer Flammensäule den Weg ab.

Der Dämon klatschte mit den Schwingen und warf Chandra so gegen eine Wand, was dem Ungeheuer die Zeit verschaffte, Jace in den Magen zu treten. Gideon jedoch umfing das Bein des Dämons mit Suralklingen, und in einer gemeinsamen Anstrengung mit Nissas Ranken zerrten sie ihn nieder.

Chandra suchte Gideons Blick, während sie den Buckler von ihrem Arm abschnallte. Gideon nickte. Sie warf den Schild in die Luft, und Gideon legte ihn sich in einer fließenden Bewegung an, ehe er den metallenen Schild mit dem Ellenbogen gegen den Schädel des Dämons rammte, gerade als Chandra das Metall seines Helmes zu schmelzen begann. Das Knacken war deutlich hörbar.

Der Dämon brüllte auf und sprang auf die Füße, um Gideon von sich zu schleudern. Sein Kopf pendelte schwach hin und her. Chandra bereitete eine Salve aus Feuer vor, um ihren Widersacher erneut zu Boden zu bringen – doch mit einem Mal floss reinste Todesqual durch ihre Adern.

„Das reicht jetzt“, sagte der Dämon durch zusammengebissene Zähne. Chandras Herzschläge waren scharfkantige Impulse aus Schmerz, als hätte sich ihr Blut in Nadeln verwandelt.

Jace wurde zu einer Gruppe aus vier Jaces, die alle in den Geist des Dämons vorzudringen schienen, während Gideon ihm die Schulter gegen die Brust rammte. Chandra spürte die Hand der Elfenfrau auf dem Arm. Ob der Berührung beruhigte sich ihr Herzschlag und fand zu seinem gewohnten Takt zurück.

„Bereite etwas Großes vor“, flüsterte die Elfe. „Wir sagen dir, wenn es so weit ist.“ Und damit wirbelte sie herum, um dem Dämon einen Hieb mit lebendiger Magie zu versetzen.

In Anbetracht der vielen illusionären Jaces, der klaren körperlichen Überlegenheit Gideons und der erbarmungslos wilden Magie der Elfe war der Dämon mehr mit Ausweichen als mit Angreifen beschäftigt. Er verzog das Gesicht und hielt sich mit den Pranken den Kopf, während er die Ellenbogen und Flügel dazu einsetzte, die Wucht der Angriffe abzufangen, alldieweil Jaces Magie seinen Geist immer weiter niederrang.

Da der Dämon nun also dergestalt beschäftigt war, formte Chandra einen winzigen Zyklon aus Feuer in der Luft. Sie wirbelte mit ihm und ließ ihn anwachsen, nährte sein Feuer und baute immer mehr Kraft in ihm auf. Sie war schließlich ganz in ihn eingehüllt und völlig von ihm verzehrt, als sie als Teil seiner heißen, kreisenden Winde mit ihm tanzte.

Bereit?“, erklang Jaces Stimme in ihrem Kopf.

„Bereit!“, rief Chandra laut.

Die anderen sprangen gleichzeitig aus dem Weg, um Chandra den Weg zum Dämon frei zu machen. Sie entfesselte ihren Zyklon mit einem Schrei. Er bahnte sich einen Weg durch die Kammer, prallte auf den Dämon und schleuderte ihn gegen eine Wand.

Chandras Zauber löste sich auf. Der Dämon war verkohlt, rauchte und stützte sich mit der Schulter an der Höhlenwand ab. Sein Blick voller Höllenglut wanderte der Reihe nach vom einen zum anderen weiter. „Gut gemacht“, sagte er. „Gut gemacht. Ihr habt euch entschieden, eure Bemühungen vollkommen darauf zu bündeln, mich zu besiegen, und das ist euch gelungen. Doch jeden Augenblick, den ihr auf mich verschwendet habt, habt ihr zugelassen, dass Zendikar leidet. Also habt ihr natürlich trotzdem verloren.“

Chandra und die anderen blickten einander an.

„Eines verspreche ich euch“, knurrte der Dämon leise. „Ich werde jede Welt durchstreifen und jedes noch so erbärmliche Land erkunden, bis ich eine Möglichkeit finde, euch für eure fehlgeleiteten Existenzen angemessen zu bestrafen.“

Die Luft faltete sich in sich zusammen, verschlang den Dämon und er verschwand.

Chandra stellte sich zu den anderen. Jaces Haare waren jungenhaft zerzaust, was seine übliche Aura des Geheimnisvollen zunichtemachte. Gideon sah mitgenommen aus, doch er grinste so sehr, dass sich ihm regelrecht der Bart sträubte.

„Ich wusste, dass du kommen würdest“, sagte er.

„Aber ich hatte Nein gesagt“, sagte Chandra mit hochgezogener Augenbraue.

„Ich wusste es“, sagte Gideon.

„Ich bin Nissa“, sagte die Elfe.

„Chandra“, sagte sie und hielt ihr die Hand hin.

Nissa ergriff Chandras Hand mit beiden Händen. Ihre Finger waren weich, und ihre grünen Augen wirkten so tief wie moosbewachsene Brunnen. „Danke.“

Sie hörten ein hallendes, wühlendes, keckerndes Geräusch. Sie wandten sich zu dem Gang, der in die Kammer führte. Der Eldrazischwarm – ebenjener, den Chandra von Seetor weggelockt hatte – huschte in die Kammer und kletterte auf jede Oberfläche.

Chandra blickte erst zu der Brut und dann zurück zu den anderen. Vier Köpfe nickten. Und wie ein Vierklang erwachten vier Zauber zum Leben.


Eid der Wächter-Storyarchiv

Planeswalker-Profil: Gideon Jura

Planeswalker-Profil: Jace Beleren

Planeswalker-Profil: Chandra Nalaar

Planeswalker-Profil: Nissa Revane

Planeswalker-Profil: Ob Nixilis

Weltenbeschreibung: Zendikar

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17. November 2021

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Lanzen aus Licht zerschmettern sämtliche Fenster des Voldaren-Anwesens. Die an die Einladungen gebundenen Schutzzauber fallen in sich zusammen und verwehen wie Asche im Wind. Die Luft in ...

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