Der besiegelte Handel

Veröffentlicht in Perilous Research on 25. Juni 2015

Von Jacob Van Lunen

Jacob Van Lunen began playing Magic in 1995. He has participated in organized play at every level of competition and was a member of the winning team at Pro Tour San Diego in 2007, thanks to an innovative draft strategy. As a writer, Van Lunen has had more than three hundred Magic strategy pieces published

Willkommen zur ersten Preview-Woche zu Magic Ursprünge hier auf DailyMTG! Einige der mächtigsten Magic-Karten, die je gedruckt wurden, geben uns jede Menge Optionen. Befehle, Amulette und geteilte Karten aus verschiedenen Sets haben uns gelehrt, dass Zauber mit Optionen dazu neigen, sehr mächtig zu sein. Direktschadenzauber waren die ursprünglichen Karten mit Optionen: Wir können unseren Blitzschlag dazu einsetzen, die Kreatur unseres Gegners zu töten, aber auch unseren Gegner selbst. Diese Vielseitigkeit erlaubte es Rot-Spielern, in Kreaturenduellen effektiv das Board zu kontrollieren, während sie gleichzeitig in Partien ohne gegnerischen Blocker tote Karten vermeiden konnten. Direktschadenzauber erhöhen effizient den Druck auf den Gegner. Heute schauen wir uns einen neuen, mächtigen Direktschadenzauber an, der im Standardformat mit Sicherheit vielen Leuten Feuer unterm Hintern machen wird.

In Hinsicht auf das Machtniveau variiert Direktschaden ganz erheblich, aber vier Schaden für drei Mana war seit jeher ziemlich stark, wann immer es im Standard verfügbar war. Flammenspeer und Verkohlen waren zu ihrer Zeit beides ausgezeichnete Karten. Schauen wir uns also mal Überragende Feuerkunst an:

Es handelt sich um eine Hexerei, was bedeutet, dass sie im Ernstfall gegen ein gegnerisches Abzan-Amulett für +1/+1-Marken oder ein Ins Unermessliche wachsen nicht sonderlich viel reißen wird, aber vier Schaden für drei Mana, die auch auf den Spieler gewirkt werden können, sind derzeit ein exzellenter Deal. Tatsächlich wurde in jüngster Zeit Bad im Drachenfeuer ziemlich viel gespielt, und diese Karte hier ist demgegenüber eine große Verbesserung. Drei Mana auszugeben, um mit Karten wie Rennerin des Kruphix, Anafenza die Vorderste, Donnerbruch-Regentin, Sturmhauchdrache und sogar Drachenfürst Ojutai (wenn er getappt ist) fertigzuwerden, ist schon eine feine Sache.

Das, was die Überragende Feuerkunst von ihren Vorgängern abhebt, ist jedoch ihre Fähigkeit, den Sack zuzumachen und die Partie direkt zu gewinnen.

Wenn man Direktschaden gegen Kontrolldecks spielt, steht man manchmal einem Gegner gegenüber, der bei einer stabilen, aber überschaubaren Zahl an Lebenspunkten eine ganze Handvoll Gegenzauber angesammelt hat. Überragende Feuerkunst wurde mit genau solchen Situationen im Hinterkopf entworfen. In dieser Phase der Partie werden wir die Voraussetzung für Zauberkunst wohl leicht erfüllen und in der Lage dazu sein, die letzten Schadenspunkte, die noch nötig sind, mit einem oder mehreren Exemplaren von Überragende Feuerkunst auszuteilen. Die Karte bestraft auch solche Gegner, die keinen Respekt vor sondierendem Direktschaden haben. Wir könnten zum Beispiel einen Gegner mit 11 Lebenspunkten haben und diesem in seinem Endsegment einen Blitzeinschlag ins Gesicht schleudern. In dieser Situation würden viele Gegner nur ungern ein Auflösen und wertvolles Mana ausgeben, um gegen diese 3 Schadenspunkte vorzugehen, doch zwei Exemplare von Überragende Feuerkunst können die Partie leicht entscheiden, ohne dass der Spieler mit Auflösen/Negieren irgendeinen Ausweg hätte.

Die schiere Anwesenheit von Überragende Feuerkunst sollte ausreichen, um Spieler davon abzuhalten, sich gegen rote Gegner unter vier Lebenspunkte fallen zu lassen.

Schauen wir uns an, wie ein Standard-Deck mit Überragende Feuerkunst aussehen könnte:

Post-Magic Ursprünge-Rot

Martin Dangs rotes Deck hat sich für mich in Testpartien immer gut geschlagen. Wilder Hieb wurde immer schräger, seit sogar Abzan-Decks Karten wie den Rakshasa-Todbringer rausnahmen. Gegen die stärker kontrollierenden und Midrange-Decks im Format war Wilder Hieb oft eher unbefriedigend. Ich glaube, dass man die Mana-Anforderungen dieses Decks ein bisschen anheben kann, denn wir haben nur selten Wilder Hieb in Runde Eins gespielt, sofern wir uns nicht gerade mit einer Spiegelpaarung oder einem Elfen-Mystiker konfrontiert sahen. Überragende Feuerkunst verursacht für seine Kosten eine Menge Schaden, und es ist besser darin, die Partie mit einem finalen Schlag zu beenden, als alle anderen Direktschadenzauber im aktuellen Standard. Das besonders Tolle an Dangs Deck sind die Exemplare von Drachenfutter und Hordling-Ansturm, die wir spielen können, um zu unserer Zauberkunst beizutragen.

Und so könnte ein rotes Deck mit Überragende Feuerkunst aussehen:

JVLs Post-Magic Ursprünge-Rot

Download Arena Decklist

Diese Version des Decks beinhaltet die mächtigsten Optionen der roten Strategie aus dem aktuellen Standard, während ihre letzten Züge darauf ausgelegt sind, Kontrollstrategien zu bestrafen, die vorhaben, in Partie 2 und 3 zu glänzen.

Post-Magic Ursprünge-Burn

Wenn man um einen mächtigen Direktschadenzauber herumbaut, ist es wichtig, die Mächtigkeit von mehreren solcher Zauber zu erkennen, und zwar besonders dann, wenn die Karte sehr gut darin ist, die Partie zu beenden. Das brachte mich dazu, über Beschützerin des Baus nachzudenken, die sich bereits als nützliches Werkzeug in der aktuellen Standard-Umgebung bewiesen hat. Indem wir viel mehr Direktschaden spielen, können wir es uns leisten, diese Art des Kartenvorteils zu integrieren. Wir werden oft Gegner bestrafen, indem wir dem Eidolon des großen Festes ein Morph folgen lassen und sie daher vor die schwierige Entscheidung stellen, was sie nun mit ihrem Entfernungszauber am sinnvollsten anstellen. Was ganz sicher spannend daran ist, die Beschützerin des Baus in ein Burn-Deck zu nehmen, ist die Fähigkeit, Ins Unermessliche wachsen zweimal wirken zu können, um dann, wenn der Gegner ausgetappt ist, mit absurd viel unblockbarem Schaden aufzuwarten.

Hier ist also die Variante des Decks mit der Beschützerin des Baus:

JVLs Post-Magic Ursprünge-Burn

Download Arena Decklist

Diese Version des Decks scheint anfällig gegenüber dem Belagerungsnashorn zu sein, besonders in der ersten Partie, in der es keinen Zugriff auf Rösten hat, doch das Deck hat in den meisten Paarungen jede Menge Bums und dürfte schnell genug sein, um es ernsthaft für einen Einsatz in Betracht zu ziehen.

Es ist immer eine große Erleichterung, den Gegner mit dem finalen Direktschaden zu erledigen. Mit Überragende Feuerkunst im Aufgebot werden wir sicher viel öfter sehen, wie freigiebig Direktschadenzauber mitten auf die Nase ausgeteilt werden. Kontrollspieler werden die vielen Stunden noch bitter bereuen, in denen sie gelernt haben, rote Decks in Partien mit sauberem Board zu schlagen, denn gegen die letzten acht Schaden sind sie ziemlich hilflos.


Magic Ursprünge verspricht, eines der aufregendsten Magic-Sets aller Zeiten zu werden. Geht doch mit mir und Millionen anderer zu einem Prerelease von Magic Ursprünge in einem Store in eurer Nähe, um unter den Ersten zu sein, die mit so spannenden Karten wie Überragende Feuerkunst spielen können!

Wissen ist Macht!

Latest Perilous Research Articles

PERILOUS RESEARCH

31. Dezember 2015

Jaces Eid by, Jacob Van Lunen

Willkommen zurück zur ersten Woche der Previews zu Eid der Wächter hier auf DailyMTG. Heute schauen wir uns die Anwendungsmöglichkeiten einer neuen und spannenden Verzauberung an. Histor...

Learn More

PERILOUS RESEARCH

10. September 2015

Wie man den ganzen Büffel verwertet by, Jacob Van Lunen

Willkommen zur ersten Preview-Woche zu Kampf um Zendikar hier bei Perilous Research, der exklusiven Magic Online-Kolumne auf DailyMTG. Die heutige Preview-Karte ist ein richtig dicker Bro...

Learn More

Artikel

Artikel

Perilous Research Archive

Du willst mehr? Tauche ein in die Archive und lies tausende Artikel über Magic von deinen Lieblingsautoren.

See All