Pro Tour–Berlin Decktech: Die verschiedenen Gesichter der Elfen

Posted in Event Coverage on October 31, 2008

By Tobias Henke

Glimpse of Nature

In den drei Feature Matches der deutschen Berichterstattung saßen heute insgesamt fünf Elfen-Spieler,—eine Zahl, die natürlich nicht wirklich repräsentativ das Gesamtfeld wiedergibt (hier spielen lediglich knapp 16% Elfen), aber zumindest unter den deutschen Spielern sind die kleinen grünen Männer der klare Favorit.

Die Kombo—für alle, die das noch nicht wissen—besteht im Kern aus Glimpse of Nature, Nettle Sentinel und entweder Heritage Druid oder Birchlore Rangers. Mit diesen Karten im Spiel zieht man für jeden Elfen, den man spielt, eine Karte und erhält entweder das Mana, das man ausgegeben hat, wieder zurück oder sogar einen kleinen Bonus.

Irgendwann streut man wahlweise Elvish Visionary, einen zweiten Glimpse of Nature oder gar eine Regal Force ein (oder beides) und schon kommt man durch sein gesamtes Deck. Wirewood Symbiote sichert zusätzlich ab, dass einem weder die Kreaturen auf der Hand noch das Mana ausgeht und im Endstadium der Kombo wird man außerdem mehrere Nettle Sentinel kontrollieren, die bei jedem Spruch wieder enttappen, für Heritage Druid getappt werden können und so eine ganze Menge überzähliges Mana produzieren. Birchlore Rangers setzen notfalls buntes Mana frei...

Wirewood Hivemaster kann währenddessen eine geradezu unerhörte Menge Insekten-Spielsteine hervorbringen und Essence Warden beschert einem ein gutes, zweistelliges Extra-Leben-Polster.

So weit die Gemeinsamkeiten der allermeisten Elf-Decks. Nun zu den Unterschieden:

Predator Dragon

Gewonnen wird mit entweder Roar of the Crowd, Predator Dragon, Brain Freeze oder irgendeinem beliebigen Storm-Spruch, wobei jede dieser Optionen ihre Vor- und Nachteile hat. Predator Dragon kann man über Chord of Calling suchen, aber gerade wenn der Gegner selbst Essence Warden (in Multiplen) kontrolliert, reicht das eventuell einfach nicht. Insbesondere im Kampf Elf gegen Elf ist deshalb auch Brain Freeze geradezu unabdingbar. Interessanterweise eröffnet das allerdings die Option, dass ein Spieler dem anderen sozusagen „die Kombo stiehlt"! Der eine erzeugt eine Spruchanzahl irgendwo im zweistelligen Bereich, aber bevor er seinen Brain Freeze oder Predator Dragon findet, mühlt der andere mit seinem eigenen Brain Freeze dessen ganze Bibliothek. Absurd. Und heute schon mehrfach passiert.

Weitere Unterschiede betreffen den Plan B. Plan A ist Glimpse of Nature, Plan C ist Beatdown mit Wirewood Hivemaster und seinen Spielsteinen. Aber für Plan B gibt es zahllose Optionen und noch ist unklar, welche davon die beste ist. Hier eine Auswahl:

Der Großteil der deutschen Elfen-Piloten hat etwas Schwarz im Deck (Birchlore Rangers sowieso, außerdem Elves of the Deep Shadow, Gilt-Leaf Palace und Overgrown Tomb—aus Angst vor Stifle aber keine Wooded Foothills etc.), um damit Ad Nauseam auszuspielen. Diese Karte erlaubt es, zur Kombo zu gelangen, nachdem man viele Elfen bereits ausgespielt hat—im Gegensatz zu Glimpse of Nature, was einen zwingt, Kreaturen bis zum „großen Zug" zurückzuhalten.

In dieselbe Kerbe schlägt Cloudstone Curio, welcher es bereits mit einem beliebigen Elf, wahlweise einem Heritage Druid und einem Nettle Sentinel oder Birchlore Rangers und zwei Nettle Sentinel schafft, beliebig viel Mana zu produzieren. Mit Elvish Visionary kann man im Anschluss—wiederum über Cloudstone Curios Fähigkeit—prima sein ganzes Deck ziehen.

 

Cloudstone Curio
Elvish Visionary

Manuel Bucher hingegen spielt eine Version mit Weird Harvest und meint, dass ihm weder Cloudstone Curio noch Ad Nauseam im Testen wirklich gefallen hätten. Und dann ist da noch Sebastian Thaler, bislang ungeschlagen. Er verzichtet auf all diese Spielereien und verlässt sich ausschließlich auf Chord of Calling um notfalls Regal Force ins Spiel zu bekommen. Oder selbstverständlich auf Plan A—am besten ist das Elfendeck nämlich immer dann, wenn man zwei Glimpse of Nature einfach so zieht.

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