Pro Tour–Berlin Decktech: Elfen! Aber wie denn genau?

Posted in Event Coverage on November 2, 2008

By Tobias Henke

Nachdem klar war, wie gut das Elfen-Deck ist, bin ich rumgegangen und habe ausgewählten Spielern die allesentscheidende Frage gestellt: Welches ist die beste Version?

Als Randnotiz vorweg: Roland Bode, ehemaliger Team-Weltmeister und allgemein anerkannte Kapazität auf Constructed-Gebiet, zeichnet für eine Version mit Schwarz-Splash für Ad Nauseam verantwortlich. Er hat es damit zwar in den zweiten Tag geschafft, dort aber nicht viel erreichen können—genauer: am Samstag gab es bloß zwei Siege für ihn.

Wesentlich interessanter sind da schon die Versionen, mit denen unter anderem Raul Porojan und Manuel Bucher angetreten waren:

Manuel Bucher

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Weird Harvest

Wie man sieht, handelt es sich hierbei grob um die Version, mit der Luis Scott-Vargas bereits im Finale steht. Dieses Deck verzichtet auf Chord of Calling, Wirewood Hivemaster und Essence Warden und setzt stattdessen voll und ganz auf Kombo und Geschwindigkeit. Davon zeugen allein schon die vier Elves of the Deep Shadow. Manuel berichtete davon, dass er bereits zweimal in der zweiten Runde gewonnen habe – ohne Glimpse of Nature, ausschließlich mit Weird Harvest! Wie das genau funktioniert sei an dieser Stelle der Kreativität des Lesers überlassen, ich weiß es nämlich nicht.

„Die anderen haben alle Wirewood Hivemaster, aber wenn man sowieso auf Kombo spielt, ist Elvish Visionary einfach besser", sagt der Schweizer, der für dieses Turnier in einem Team mit Paul Cheon, den Ruel-Brüdern und dem genannten Luis Scott-Vargas getestet hat. „Und für beide 2-Mana-Elfen ist einfach kein Platz", fügt er hinzu.

Gänzlich entgegengesetzt sieht die Liste von Raul Porojan aus, die er zusammen mit Martin Juza in grenzübergreifender Kooperation entwickelt hat und mit der Matej Zatlkaj und Sebastian Thaler (jeweils mit kleinen Abwandlungen) im Halbfinale dieser Pro Tour stehen:

Raul Porojan

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„Lass dir nichts erzählen", kommentiert Raul diese Liste, „aber die Kombo ist gar nicht so wichtig, wie alle immer meinen! Super oft reichen auch einfach ganz viele Leben und Tokens. Oder man macht ganz ohne Glimpse of Nature einen frühen Predator Dragon über Chord of Calling. In Wahrheit hab ich an diesem Wochenende kein einziges Mal mit der Kombo gewonnen." Zwar ist Raul mit 4-4 knapp an der Tag-2-Hürde gescheitert, aber mindestens acht Siege gehen also auf das Konto von Elfen- und Insekten-Beatdown.

Weird Harvest finde ich, ehrlich gesagt, verdammt schlecht", sagt er über die andere Version des Decks. „Wenn man Weird Harvest für genug machen kann, hat man meist sowieso schon gewonnen."

Welche der beiden Versionen am Ende dieser Pro Tour mit dem Titel des besten Elf-Decks gekrönt wird, können wir gleich im direkten Vergleich im Finale miterleben. Das fokussierte Kombodeck oder die deutlich flexiblere Variante? Man darf gespannt sein...

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