Pro Tour–Berlin Feature: Funny Games

Posted in Event Coverage on November 1, 2008

By Tobias Henke

Helmut Summersberger

Nicht in der Feature Match Area, aber dennoch Feature-würdig trafen gestern in der letzten Runde an Tisch 3 Sebastian Thaler aus Deutschland und Helmut Summersberger aus Österreich aufeinander. Spiel 1 fasste Thaler treffend zusammen mit den Worten: „Er hatte Turn 1 Shadow Guildmage..."

Im zweiten Spiel hatte Summersberger zwar erneut einen frühen Shadow Guildmage, aber Thalers Elfendeck war diesmal gnädig und beschenkte ihn mit Pendelhaven. Summersberger legte zudem Ethersworn Canonist, aber Thaler war diesmal keineswegs artefaktlos: Umezawa's Jitte trieb dem Österreicher die Sorgenfalten in die Stirn.

Im Folgenden ergab sich wohl die skurrilste festgefahrene Situation, die ich auf dieser Pro Tour bisher erlebt habe. Beide Spieler können aufgrund von Ethersworn Canonist bloß eine Karte pro Zug spielen und keiner von beiden hat irgendwelche Spontanzauber auf der Hand. Außerdem gilt: Wird Thalers Umezawa's Jitte aktiv, verliert Summersberger sofort. Ferner kann Summersberger wegen Pendelhaven die 1/1-Elfen von Thaler nicht mit seinem Shadow Guildmage entsorgen, bevor sie Schaden austeilen.

Was er aber kann: Er kann mit seinem Tarmogoyf den jeweils angreifenden 1/1er blocken, Kampfschaden auf den Stapel legen und dann mit der blauen Fähigkeit des Gildenmagiers den Tarmogoyf oben auf seine Bibliothek bringen. Dann teilt die mit der Umezawa's Jitte ausgerüstete Kreatur nämlich keinen Kampfschaden aus und Umezawa's Jitte bekommt keine Marken.

Sebastian Thaler

Auf die Art zieht Summersberger allerdings niemals eine weitere Karte. Auf der Gegenseite verliert Thaler dafür in jedem Zug eine Kreatur (an den Kampfschaden des Tarmogoyf). Das heißt, hier bewegt sich wirklich gar nichts. Summersberger zieht und bouncet jede Runde seinen Tarmogoyf, Thaler spielt und equippt jede Runde einen neuen Elf. Absurd, aber das ging mindestens vier Züge lang so.

Dabei hegte Summersberger natürlich die Hoffnung, dass Thaler irgendwann die Kreaturen ausgehen... Aber das Elfendeck wäre nicht das Elfendeck, wenn das so einfach passierte. Tatsächlich fand sich irgendwann sogar ein Wirewood Hivemaster und von da an ging es steil bergauf mit dem Kreaturen-Output auf deutscher Seite.

Am Ende ging den beiden allerdings die Zeit aus, wie schon beim letzten großen Extended-Turnier, beim Grand Prix in Wien. Auch damals waren die beiden Freunde in der letzten Runde des ersten Tages gegeneinander gelost worden und auch damals lautete das Ergebnis: Unabsichtliches Unentschieden. Nicht so diesmal. Bevor es dazu kommen konnte, gab Helmut Summersberger auf—Sebastian Thaler braucht die Pro-Punkte etwas dringender.

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