Pro Tour–Berlin Runde 13 – Nikolaus Eigner vs. Philipp Summereder

Posted in Event Coverage on November 1, 2008

By Tobias Henke

Nikolaus Eigner

Die beiden Österreicher stehen 9-3 und spielen beide Neo-Dredge. Ja genau, diese Runde gibt es keine Elfen im Feature Match!

Summereder verliert den Würfelwurf und beschwert sich darüber, dass er nun 2:11 in Würfelwürfen steht, während Eigner auch etwas findet, was ihn ganz erheblich stört... Mulligan auf vier!

Mit vier Karten geht—anders als beim Dredge-Deck der vergangenen Saison—nicht viel. Eigner spielt Narcomoeba im zweiten Zug, aber als Summereder Magus of the Bazaar legt und Goblin Lore vorzeigt, sind sich beide einig, dass sie dieses Spiel nicht weiter spielen müssen.

Nikolaus Eigner 0 - 1 Philipp Summereder

„Das wird dir nicht gefallen", kommentiert Summereder seine Starthand. Als Eigner (diesmal seine sieben) hält, bringt Summereder Gemstone Caverns mit Glücksmarke ins Spiel. Die erlaubt ihm, Magus of the Bazaar im ersten Zug auszulegen, während Eigner einen ganzen Zug hinterherhinkt und bloß Ideas Unbound spielen kann, um zwei Stinkweed Imp und einen Golgari Grave-Troll abzuwerfen.

Summereder dagegen befördert mit dem Magus in seinem nächsten Versorgungssegment bereits Stinkweed Imp und einen Fatestitcher (sowie ein überflüssiges Land) in den Friedhof. Er dredget im Ziehsegment, findet aber keine weitere Dredge-Karte. Er uneartht Fatestitcher, um den Magus noch einmal zu aktivieren. Auch unter diesen zwei Karten, die er jetzt zieht, befinden sich keine Dredger. Schließlich: Ideas Unbound dredget den nun wieder abgeworfenen Stinkweed Imp—und findet erneut keine weitere Dredge-Karte.

Eigner hingegen hat reichlich davon im Friedhof und mit einem zweiten Exemplar von Ideas Unbound reicht das auch. Einige Narcomoeba-Trigger und ein Dread Return später stürmen eilige Zombies, angeführt von Flame-Kin Zealot, das Spielfeld und setzen den Zwischenstand auf:

Nikolaus Eigner 1 - 1 Philipp Summereder

„Du fängst an!", überrascht Summereder seinen Gegner. „Ich hab die zweite Gemstone Caverns reingeboardet und ich weiß, du hast die auch..." Tatsächlich enthält Eigners erste Starthand Gemstone Caverns, aber: „Das wäre auch ein Mulligan, wenn's irgendein anderes Land wär."

Er nimmt wieder Mulligan und noch einmal. Erst mit den fünf Karten ist er halbwegs zufrieden, wenn auch nicht glücklich. Im ersten Zug spielt Summereder mithilfe von Chrome MoxGlimpse the Unthinkable, mühlt aber bloß zwei Narcomoeba und keine Dredge-Karte. Eigner hat kein zweites Land, jedoch einen Chrome Mox, mit dem er Magus of the Bazaar ausspielt. Als Nächstes findet Summereder über Ideas Unbound endlich Dredge-Karten.

Eigners Magus hingegen, schafft es auch bei seiner zweiten Aktivierung nicht, eine Dredge-Karte ins Grab zu befördern. Ein übel gelauntes „Zieh ich eine Karte" avanciert allmählich zum meistgehörten Satz in dieser Partie. Summereder, der mittlerweile schon gut die Hälfte seiner Bibkliothek im Friedhof lagert, hat dafür immer noch keine einzige Bridge from Below dabei. Lediglich seine zwei Narcomoeba und neuerdings ein Stinkweed Imp sorgen für moderaten Beatdown durch die Luft.

Philipp Summereder

Als Eigner endlich einen Stinkweed Imp findet, beginnt bei ihm zwar das Dredgen, aber eine zweite Dredge-Karte findet er auch nach 10 gedredgten Karten nicht. Langsam müsste aber eine auftauchen, also opfert Eigner sowohl den nachgespielten Stinkweed Imp als auch seinen Magus für Dread Return mit Ziel auf Mulldrifter. Stinkweed Imp wird wieder gedredget und dann hört man nur ein ganz und gar unerfreutes: „Zieh ich eine Karte." Der Plan hat überhaupt nicht funktioniert und nun steht Eigner zu allem Überfluss noch ganz ohne Magus da.

„Das ist wirklich nicht normal, was hier läuft", sagt Eigner und Summereder wirft ein: „So wie das hier aussieht, glaubt doch niemand, dass wir 9-3 stehen." Eigner dazu: „Wenn das die ganze Zeit so liefe, würden wir ja auch nicht 9-3 stehen."

Auf der anderen Seite des Tisches geht es Summereder nämlich kaum besser. Obwohl nun schon zwei Drittel seines Decks auf dem Friedhof liegen, hat er keine einzige Brücke. Wohl aber hat er einen Mulldrifter, den er jetzt via Dread Return ausgräbt. Das findet ihm endlich die lang ersehnten Bridge from Below, aber bloß eine Narcomoeba, so dass er nicht gleich noch einmal Dread Return per Flashback spielen kann.

Der Zug geht zurück an Eigner, der nun den Plan B entwickelt, schlicht Glimpse the Unthinkable auf Summereders Rest-Bibliothek zu spielen. „Das wäre wenigstens cool", muss Summereder zugeben. Besonders spannend macht es Eigners Goblin Lore aber nicht: Glimpse the Unthinkable findet sich auch unter den damit nachgezogenen vier Karten sowieso nicht.

Im nächsten Zug dredget Summereder also den Rest seiner Bibliothek...

...und gibt auf. Sein Deck, was ihn überhaupt erst so weit gebracht hat, hatte er nämlich von Nikolaus Eigner und dessen Testpartnern bekommen und die Dankbarkeit überwiegt hier offenbar.

Nikolaus Eigner 2 - 1 Philipp Summereder

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