Pro Tour–Berlin Runde 5 – Frank Karsten vs. Sebastian Thaler

Posted in Event Coverage on October 31, 2008

By Tobias Henke

Frank Karsten und Sebastian Thaler.

Beide Spieler beginnen ihren ersten Zug mit einem Wald und Llanowar Elves, was ein unterdrücktes Lachen vom Niederländer Karsten provoziert. Elfen sind—insbesondere an den oberen Tischen dieser Pro Tour—wahrlich überall.

Karsten hat zwar angefangen, scheint jedoch einen eher schwachen Start zu haben. In seinem zweiten Zug legt er lediglich Pendelhaven und greift für zwei an. Möglicherweise hält er allerdings auch bloß seine Elfen zurück, um in Kürze alles auf einmal und vor allem nach Glimpse of Nature ins Spiel zu bringen.

Thaler hingegen beginnt seinen zweiten Zug dieser Partie mit ebenjener Hexerei und dann geht's auch schon ab, das Elfendeck: Birchlore Rangers, Essence Warden, Summoner's Pact auf Wirewood Symbiote, Heritage Druid... Etliche Karten werden gezogen, Elfen gespielt, getappt und zurück auf die Hand gebracht. Am Ende reicht das Mana aber nicht und Thaler muss den Zug doch abgeben. Der legendäre Turn-2-Kill, zu dem das Elfendeck in der Lage sein soll, bleibt weiterhin eine statistische Randerscheinung.

Karsten, der es sich aufgrund des gewonnenen Würfelwurfs leisten konnte, bis zu seinem dritten Zug zu warten, hat gleich eine wesentlich bessere Ausgangsposition, um die Kombo zu starten: Nettle Sentinel und Heritage Druid produzieren bei ihm zwar reichlich Mana, anders als Thaler gehen ihm dafür die Elfen aus—trotz Glimpse of Nature und trotzdem er sich Kreaturen extra für diese Eventualität zurückgehalten hatte. Einzig sein Wirewood Hivemaster dürfte im Spiel Elfen gegen Elfen noch interessant werden.

Nun ist Thaler wieder am Zug, und obwohl er in seinem Versorgungssegment seinen Summoner's Pact bezahlen muss, setzt er gleich wieder mit seinem zweiten Glimpse of Nature zur Kombo an. Diesmal geht ihm nicht das Mana aus, und die Karten auch nicht. Letzten Endes hat hat Thaler ziemlich viele Lebenspunkte dank Essence Warden und eine unüberschaubar große Anzahl Kreaturen im Spiel. Karsten hingegen hat jedes Mal einen Inseketen-Spielstein bekommen, wenn ein Elf ins Spiel gebracht worden ist, was ihm vielleicht doch noch ein Mitspracherecht über den Ausgang dieser Partie gewährt—Chord of Calling macht's möglich!

Als Thaler Predator Dragon spielt und alles opfern will, versucht Karsten auch aktiv, den Eindruck zu erwecken, da wäre etwas, was er tun kann. „Are you sure", fragt er und greift zu seinen Spielsteinen. Aber Thaler lässt sich nicht beirren. Ein Drache mit einer Stärke von gut über 20 kommt vorbeigeflogen und schon steht es:

Frank Karsten 0 - 1 Sebastian Thaler

Frank Karsten

Wieder sieht der erste Zug beider Spieler exakt gleich aus. Je ein Wald und Birchlore Rangers machen diesmal den Anfang. Bei Karsten folgen Wirewood Hivemaster und Wirewood Symbiote, bei Thaler hingegen nur ein Wirewood Hivemaster.

Im dritten Zug allerdings lässt der Holländer die Bombe platzen: Mittels Overgrown Tomb und Birchlore Rangers beschwört er Orzhov Pontiff! Der Kleriker räumt Thalers Seite des Spielfelds restlos leer.

Thaler wiederum probiert den so entstandenen Rückstand mit Glimpse of Nature aufzuholen. Am Ende seines Zuges hat er bereits wieder Birchlore Rangers und zwei Heritage Druid im Spiel und ebenso viele Handkarten wie zuvor. Trotzdem liegt Karsten weiter vorne. Fünf Insekten-Spielsteine hat ihm sein Wirewood Hivemaster bisher eingebracht und die tappt er und sucht sich mittels Chord of Calling jetzt Mirror Entity. Damit werden für ein Mana alle seine Kreaturen zu Elfen—unter anderem auch Orzhov Pontiff, den er so über Wirewood Symbiote auf seine Hand zurückbringen und anschließend erneut ausspielen kann.

Thaler steht schon wieder ohne Kreaturen da, diesmal steht er zusätzlich aber zehn (oder mehr?) Kreaturen auf der Gegenseite gegenüber, die im nächsten Zug durch Mirror Entity allesamt auf unangenehme Größe anwachsen werden. Er sieht keine Chance und schiebt zusammen.

Frank Karsten 1 - 1 Sebastian Thaler

Sebastian Thaler

Thaler eröffnet das finale Spiel des Matches mit Thoughtseize auf Glimpse of Nature, gefolgt von Wirewood Hivemaster. Die Spielstein-Fabrik macht vorerst allerdings wenig, denn tatsächlich spielt Karsten erst eine und dann noch eine Morph-Kreatur verdeckt aus. Beide Spieler wissen natürlich, dass es sich dabei nur um Birchlore Rangers handeln kann, Frank tut zum allgemeinen Amusement aber sehr geheimnisvoll.

In Thalers viertem Zug kommt Bewegung in ein Spiel, das—für Elfen—bislang recht aktionsarm gewesen ist. Zwei Glimpse of Nature, Heritage Druid, zwei Nettle Sentinel... An dieser Stelle muss man kaum mehr weiterschreiben, an dieser Stelle ist es schier unmöglich, dass Thaler die Kombo nicht sicher bis zum für Karsten tödlichen Abschluss bringt.

Nachdem eine Reihe von Elfen ihre diversen möglichen Zustände (auf der Hand, im Spiel, ungetappt, getappt) eine ganze Zeit lang mehrfach hin und wieder zurück gewechselt haben, endet das Spiel mit Brain Freeze auf Karsten.

Frank Karsten 1 - 2 Sebastian Thaler

Sebastian Thaler steht nun 5-0 und somit bereits sicher im zweiten Tag.

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