GROSSE SPRÜNGE MIT MAGIC URSPRÜNGE

Posted in Artículos on 23 de Julio de 2015

By Tobi Henke

Der Amerikaner Craig Wescoe ist seit Langem als großer Freund und ausgewiesener Experte weißer Kreaturendecks bekannt. Seine Vorliebe für den Decktyp brachte ihm nicht zuletzt 2013 einen Pro-Tour-Sieg ein. Jetzt hat er wieder zugeschlagen und ein Standarddeck vorgestellt, welches einige der Möglichkeiten, die sich mit den neuen Karten aus Magic Ursprünge ergeben, bis ins Extreme auslotet.

So enthält seine Konstruktion sage und schreibe vierundzwanzig Kreaturen, die jeweils ein Mana kosten und dafür Kampfwerte von 2/1 auf die Waage bringen. Bei so vielen ist es natürlich mehr oder weniger garantiert, dass man in den ersten zwei Zügen drei von ihnen ausspielen kann. Davon ist wiederum nicht nur Loyaler Pegasus und Treues Konstrukt begeistert, auch Kytheon, Held von Akros wird so in Rekordzeit zum Planeswalker.

Damit aber nicht genug! Tatsächlich hat Wescoe die Manaanforderungen noch weiter gesenkt und zusätzlich Ornithopter eingebaut. Der greift zwar meistens für null Schadenspunkte an, doch wenn es bloß darum geht, die Bedingungen für Pegasus, Konstrukt und Kytheon zu erfüllen, ist das ja glücklicherweise egal. Wenn mit ihrer Hilfe Gideon der Kampfgestählte manchmal schon im zweiten Zug zur Stelle ist, wird man es den unscheinbaren  Fliegern jedenfalls danken.

Zudem finden wir hier Frühlingsblättertrommel. Da das Tappen bei der Trommel nicht Teil einer Kreaturenfähigkeit ist, kann man sie immer auch zusammen mit frisch gespielten Kreaturen verwenden. So zum Beispiel im ersten Zug, um nach Trommel und Ornithopter gleich noch eine weitere Kreatur zu wirken. Spätestens beim zweiten Einsatz hat man dann ein echtes Plus an Mana und das macht das Deck noch einmal schneller.

Man bringt also seine Karten in Windeseile von der Hand aufs Spielfeld. Was nun? Angreifen ist offensichtlich eine gute Idee und kann insbesondere mit Unterstützung von Speer des Heliod ohne Umwege zum Sieg führen. Falls das nicht reicht, kann man aber auch über Vereiteltes Tagewerk nachladen. Zwar erhält dabei jeder Spieler neue Karten, doch in der Regel profitiert man selbst am meisten: Während der Gegner noch gar nicht richtig dazu gekommen ist, seine ursprünglichen Handkarten auszuspielen, ist die eigene Hand eben schon leer, und auch die neuen sieben lassen sich wohl wieder schneller umsetzen, als es dem Gegner möglich sein dürfte.

Das allein wäre wahrscheinlich nicht ganz genug, um Vereiteltes Tagewerk zu rechtfertigen. Schließlich kann man sich nicht darauf verlassen, dass immer alles genau nach Plan läuft, und der Einsatz der blauen Hexerei im ansonsten einfarbig weißen Deck ist ja nicht mit unerheblichen Kosten verbunden. Hier kommt Geist des Labyrinths ins Spiel. Hat man diese Kreatur auf dem Feld, verwandelt sich Vereiteltes Tagewerk nämlich auf einmal in „Vereiteltes Vereiteltes Tagewerk“: Alle Spieler verlieren ihre Handkarten und können maximal eine neue Karte ziehen (man selbst bekommt leider gar keine). Spieler von durchschnittlichen Decks haben im dritten bis vierten Zug für gewöhnlich jedoch zwischen drei und fünf Handkarten, bei langsameren Decks sind es weit mehr. All diese einzubüßen und im Austausch lediglich eine neue Karte zu erhalten, ist ein herber Schlag, von dem sich viele einfach niemals erholen werden …

Fassen wir zum Abschluss noch einmal zusammen: Wir haben hier ein ultraaggressives Kreaturendeck, welches Kytheon, Held von Akros in Rekordzeit zu Gideon der Kampfgestählte macht und welches Vereiteltes Tagewerk manchmal als mächtigen Kartenzieher und manchmal als mächtigen Abwurfzauber einsetzt. Und das ist bloß eine der neuen Entwicklungen auf Basis von Magic Ursprünge!

Turbo-Tagewerk von Craig Wescoe

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