Segen des Luxa

Veröffentlicht in Card Preview on 7. April 2017

Von Quinn Murphy

Quinn has been fascinated with Magic ever since Revised Edition. When he is not spending time with his lovely wife and amazing son, he's constantly brewing decks for, playing, and writing about Magic.

Meine liebsten Karten in Magic sind jene, die so aussehen, als seien sie nichts Besonderes, die aber in einen bestimmten Kontext sehr mächtig werden. Manchmal gibt es einen Nachteil, den man zu seinem Vorteil ausnutzen kann. Oft ist es eine bestimmte Kartenkombo oder eine bestimmte Mechanik, durch die eine solche Karte relevant wird. Ein sehr gutes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist das Harmlose Präsent und sein bester Freund, der Dämonische Pakt. Das Harmlose Präsent, was nichts weiter ist als eine rote Schenkung, hilft im Standard wenig. Kann man es jedoch zusammen mit dem Dämonischen Pakt spielen und dem Gegner eine Niederlage in der laufenden Partie bescheren, ist es plötzlich gar nicht mehr so harmlos.

Die einzige Sache, die ich an diesen Karten mit ihrer verborgenen Macht auszusetzen habe, ist, dass sie meist wenig zur Stimmung beitragen, falls man es nicht schafft, diese verborgene Macht auch tatsächlich zu entfesseln. Entweder kann man die Karte auf eine ausgesprochen mächtige Weise nutzen oder man kann eben nur wenig mit ihr anfangen.

Ich bin nicht wählerisch: Ich nehme gerne eine coole Karte mit einem bestimmten Flair, die ich für ein entsprechendes Themendeck nutzen kann.

Meine Preview-Karte geizt nicht mit Flair und hat einen ausgesprochen vielversprechenden Effekt. Zudem lässt sie mich darüber spekulieren, ob es Synergien gibt, durch die sie noch stärkere Synergien und Effekte in Amonkhet erzeugen kann.

Das Erste, was ich zu dieser Karte sagen will, ist, dass das mechanische Flair einfach unschlagbar ist. Diese Karte simuliert die Ebbe und Flut fließender Gewässer und wie dies denen, die an deren Ufern leben, nützlich sein kann. Ich kann nur annehmen, dass der Luxa den Bewohnern von Amonkhet ebenso nützlich ist wie der Nil den Ägyptern.

Man zieht abwechselnd eine Karte oder erhält drei Mana – und das ist eine perfekte Mischung aus dem Fortschrittsdenken und dem Entwicklergeist von Blau und dem Wachstum und der Fruchtbarkeit von Grün. Der Segen des Luxa fühlt sich hinsichtlich der Stimmung wie eine perfekte grün-blaue Verzauberung an ... aber wie spielt er sich?

Man kann sich eigentlich kaum darüber beklagen, eine Karte zu ziehen oder drei Mana zu erhalten, aber ich kann mir Situationen vorstellen, in denen es problematisch sein könnte, nicht kontrollieren zu können, wann der Effekt eintritt. Es wirkt etwas langsam, vier Mana auszugeben und dann erst zwei Runden später das Sprungbrett nutzen zu können. Umgekehrt ist es zwar toll, eine Karte zu ziehen, aber warum nicht eine jede Runde?

Das Potenzial ist sicherlich vorhanden, Fans von Grün-Blau wie mir die seltene Gelegenheit zu geben, Bedrohungen aufzufahren und diese gleichzeitig ohne größeren Aufwand beschützen zu können. Während der „Ebbe“ kann man die Karten auf der Hand behalten und mächtige Bedrohungen wie die Unermüdliche Spurensucherin „umsonst“ wirken, während man gleichzeitig Mana für ein Aberkennen übrig hat. In der mittleren und der späten Phase der Partie macht die Beschleunigung durch den Segen große Zauber wie Nissas Erneuerung und Den Wasserschleier teilen leicht.

Besonders gefällt mir am Segen des Luxa, dass er umso mächtiger wird, je mehr Exemplare man von ihm hat. Zwei dieser Verzauberungen sorgen entweder dafür, dass man jeden Effekt jede Runde erhält (wenn man einen zusätzlichen Segen bei „Ebbe“ spielt) oder den Effekt verdoppelt (beim Ausspielen bei „Flut“).

In Commander würde ich diese Karte wohl einfach in allen Decks spielen, in denen ich sie nutzen darf, denn immerhin ist sie eine tolle Karte mit einem schönen Flair und guten Effekten. Ihr könnt sie beispielsweise als Teil eines Untermotivs „Überfluten“ in eurem Deck einsetzen:

Im Standard ist wohl die einzige Frage, wie viel Druck Amonkhet in der frühen Phase der Partie aufbauen wird. Runde Vier darauf zu verwenden, in der nächsten Runde lediglich eine Karte zu ziehen, kann sich ein kompetitives Deck vielleicht nicht erlauben. Falls doch, wird Segen des Luxa wahrscheinlich eine ganze Menge ziemlich abgefahrener Decks antreiben. Ich kann mir vorstellen, wie diese Verzauberung Kontrolldecks in den Farben der Sultai (schwarz-grün-blau) oder für Bant (grün-weiß-blau) unterstützt. Ein Sultai kann früh in der Partie mit Entfernungszaubern oder Gegenmagie das Tempo drosseln, bis es seine eigenen Bedrohungen auffährt, und ein Bant-Midrange wird sich besonders auf starke Bedrohungen konzentrieren, unterstützt durch mächtige Tempo- und Kartenvorteilskarten wie Tamiyo, Feldforscherin und den Zauberhemmer.

Alles in allem glaube ich, dass der Segen des Luxa sicherlich einige Zeit zum Eingewöhnen brauchen wird, aber im Amonkhet-Standard wirklich einiges zu melden haben könnte. Und selbst wenn das nicht eintritt, ist er dennoch eine sehr ansprechende und stimmungsvolle Karte, die ich stets gern sehen werde.

Ihr könnt den Segen des Luxa zusammen mit allen anderen tollen Karten anschauen, sobald am 22. April die Previews zu Amonkhet beginnen!

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