DA IST WAS IM BUSCH

Veröffentlicht in Deck Check on 14. Januar 2016

Von Tobi Henke

2016 verspricht ein großartiges Jahr zu werden, und es geht auch gleich mit einem Knaller los. Denn schon am 22. Januar erscheint die neueste Magic-Erweiterung: Eid der Wächter.

Inzwischen wurden im Rahmen unzähliger Vorschauartikel bereits die Fähigkeiten des Sets und etliche der neuen Karten vorgestellt. Eine der ersten war dabei Verwegener Buschguerillero, und diese Karte hat durchaus das Zeug dazu, unvorbereitete Gegner ganz übel auf dem falschen Fuß zu erwischen.

Eine 2/1-Kreatur mit Eile für drei Mana lockt zugegebenermaßen niemandem hinter dem Ofen hervor, insbesondere bei den eisigen Temperaturen dieser Tage. Nein, um damit richtig einzuheizen, muss man sich auf die Schwallfähigkeit des Buschguerillero konzentrieren. Falls man sich nicht gerade in einer Mehrspielerpartie mit einem oder mehreren Teamkameraden befindet, heißt das, man muss vor dem Buschguerillero im selben Zug bereits einen weiteren Zauberspruch gespielt haben. Dann bekommt man den 2/1er aber nicht nur zum Vorzugspreis von zwei Mana, sondern erhält dazu noch eine Verstärkung für seine anderen Kreaturen und obendrein dürfen die dann ebenfalls eilig zur Tat schreiten.

Entsprechend könnte man im dritten Zug etwa einen Zurgo Glockenläuter wirken, gefolgt von Verwegener Buschguerillero, und mit beiden sofort für insgesamt fünf Schadenspunkte angreifen. Und das völlig aus dem Nichts! Hat man dagegen bereits ein paar Kreaturen auf dem Feld, wird es für den Gegner schnell ungemütlich.

Gerade auch das Zusammenspiel mit Spielsteinproduzenten ist hier erwähnenswert. Wie gefährlich selbst eine Ansammlung unscheinbarer 1/1-Goblins mithilfe eines kleinen Stärkebonus werden kann, das zeigte sich zum Beispiel jüngst beim World Magic Cup. Dort war die Kombination von Drachenfutter und Hordling-Ansturm mit Atarkas Befehl eine der beliebtesten und eine der erfolgreichsten im Standardformat.

Betrachtet nur einmal die folgende Deckliste, mit der Marco Cammilluzzi das italienische Team beim World Magic Cup zum Gesamtsieg führte. Zwischen all den Spielsteinkreaturen und den vielen günstigen Zaubersprüchen müsste sich Verwegener Buschguerillero in diesem Umfeld eigentlich pudelwohl fühlen. Mehr noch ist Abt des Keralberg-Klosters wie geschaffen, um auch im späten Spiel zuverlässig die Bedingung für Schwall zu erfüllen. Selbst eine Blitzberserkerin kann per Sturmangriff gewirkt dabei helfen, dass man immer einen ersten Zauberspruch hat, bevor der Buschguerillero als zweiter folgt.

Vielleicht findet Verwegener Buschguerillero hier also auf Anhieb ein Zuhause im Standard. Vielleicht wird man angesichts von Kozileks Rückkehr allerdings auch das ganze Deckkonzept überdenken müssen …

Marco Cammilluzzis Atarka-Rot

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Damit nicht genug. Tatsächlich ist ein Auftritt von Verwegener Buschguerillero im Modern ebenfalls vorstellbar. Hier warten allerlei Zubehör und vor allem ein alter Amstkollege: Goblin-Buschguerillero. Der hat Bonus statt Schwall, etwas andere Werte und Kosten, doch letztlich funktioniert er fast genauso. Auch er schickt im Zug seines Ausspielens andere Kreaturen eilig mit +1/+0 in den Kampf und gesellt sich erst einmal als 2/1er selbst dazu.

Bis zu acht Buschguerilleros spielen zu können, hat dann auch einen entscheidenden Vorteil, nämlich den, im Bedarfsfall wirklich immer einen zur Hand zu haben. Zum Beispiel, wenn man gerade drei Länder für Mana getappt und anschließend für Verwüstende Beschwörungen geopfert hat. Ohne Buschguerillero hätte man jetzt bloß zwei 3/3-Kreaturen herumstehen, was im Modern kaum jemanden beeindrucken dürfte.

Schließt sich hingegen ein Buschguerillero an, egal welcher, entspricht das einem Angriff für zehn Schadenspunkte. Zusätzlich zu dem, was man bereits vorher aufgebaut und angerichtet hat, kann das locker für einen Sieg im dritten Zug reichen. Das klingt dann schon weit beeindruckender, nicht wahr?

Verwegene Beschwörungen

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