Zum Showdown nach Amonkhet

Veröffentlicht in Deck Check on 9. Mai 2017

Von Tobi Henke

Der Standard Showdown ist zurück und ja, es gibt auch wieder exklusive Standard-Showdown-Boosterpackungen zu gewinnen! Diese enthalten jeweils vier Karten: zwei seltene oder sagenhaft seltene Karten aus einem der standardlegalen Sets, dazu jeweils eine glitzernde Premiumkarte und ein Amonkhet-Standardland, bei dem sich das Bild über die ganze Karte erstreckt.

Statt finden die Standard-Showdown-Turniere jeweils einmal pro Woche, samstags oder sonntags, bestimmt auch in einem Laden in eurer Nähe (http://locator.wizards.com/). Also schnappt euch ein Standarddeck, sagt euren Freunden Bescheid und macht mit!

Für Extraspannung sorgt dabei, dass erst kürzlich ein neues Set Einzug ins Format erhalten hat. Wie üblich dauert es ein Weilchen, bis es seine volle Wirkung entfaltet, aber erste erfolgversprechende Ansätze lassen sich schon jetzt vermelden. Vor etwa einer Woche war ich zum Beispiel bei einem Turnier der MKM Series in Frankfurt, veranstaltet vom ortsansässigen Spieleladen JK Entertainment, wo von den 124 Teilnehmer etliche bereits guten Nutzen aus Amonkhet-Karten gezogen haben. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Decks von vier der Viertelfinalisten!

Fabian Kennel wählte Rot und Schwarz und verarbeitete das Amonkhet-Thema, bei dem es darum geht, kaum oder keine Handkarten zu halten. Oberste Nutznießerin war klar Hazoret die Inbrünstige, während Schrotthalden-Schmarotzer, Goblins der Dunkelheit und das mächtige Schneiden // Sücke den Friedhof anstelle der häufig leeren Hand nutzbar machten.

Frei über die eigenen Handkarten zu verfügen und den großen Auftritt von Hazoret gebührend vorzubereiten, dabei halfen unter anderem Bomat-Kurier, Blitzaxt und Vereinte Grausamkeit, die allesamt wie gewohnt Hitziges Temperament zum Sparpreis ermöglichten. Bei so viel Zunder fühlten sich dann auch die Neuzugänge Knochenpicker und Ruhmbringer pudelwohl!

Schwarz-rotes Hazoret-Deck von Fabian Kennel

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Frederic Geiger nahm derweil die Basis der aggressiven rot-grünen Energiestrategie, wie sie bereits vor Amonkhet existierte, und ersetzte große Teile durch diejenigen Karten aus dem neuen Set, die am härtesten zuschlagen würden. Er setzte somit weit mehr auf Material, welches ein Spiel im Zweifel auf sich allein gestellt gewinnen könnte.

Insbesondere Wegbereitende Geweihte als Manabeschleunigung mit Zweitkarriere als nennenswerte Bedrohung erlaubte es, die Manakurve etwas höher anzusetzen und etwa den Komplettsatz Ruhmbringer einzubauen. Bei so vielen Kreaturen mit Stärke 4 war Rhonas der Unbezwingbare natürlich gesetzt!

Rot-grüne Monster von Frederic Geiger

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Thorben Sieksmeyer spielte ein blau-rotes Deck, bei dem sich alles ums Abwerfen drehte: Blitzaxt, Emotionales Wiedersehen, Quälende Stimme, Nahtschwingen-Skaab und Weiterentwickelte Nahtschwinge besorgten ebenjenes; dieselben Kreaturen und dazu noch Gelungenes Flickwerk, Hitziges Temperament und Kozileks Rückkehr bildeten die Karten, die zum Abwurf bestimmt waren. Nach Rückkehr des einen oder anderen Zombies tauchte dann regelmäßig Ältester der Untiefen auf und sorgte bei Bedarf für Kozileks Rückkehr.

Neu an der ganzen Sache waren vor allem die vier Exemplare von Sceada-Brutplatz. Bei so vielen Karten, die abgeworfen wurden, lief die Verzauberung freilich zur Höchstform auf!

Blau-rotes Abwurfdeck von Thorben Sieksmeyer

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Bis ins Finale schaffte es schließlich Arne Huschenbeth, nicht erst seit seinem Grand-Prix-Sieg im vergangenen August ein bekanntes Gesicht in der Szene. Sein blau-rotes Deck profitierte zunächst einmal von Amonkhets Zensieren, Essenzzerstäubung und Magmagischt, die ihn in die Lage versetzten, eine frühe Offensive unter Kontrolle zu halten. Ärgerlicherweise verlor er am Ende ausgerechnet gegen multiple Schrotthalden-Schmarotzer, weil er die perfekte Antwort, nämlich Magmagischt, einfach nie zog.

Aber auch nach hintenraus gab es zum Beispiel mit Sog der Zeit einen deutlichen Zugewinn. Einen genialen Trick fand Huschenbeth zudem in der Interaktion zwischen Einprägen // Erinnern und Strömender Mechakoloss. Die Fähigkeit vom Mechakoloss verlangt zwar nach einer Spontanzauberkarte im eigenen Friedhof, verlangt jedoch nirgendwo, dass von einer geteilten Karte auch tatsächlich die Spontanzauberhälfte gewirkt wird. Enstprechend lässt sich über den Koloss kostenlos Erinnern spielen, und das sogar am Ende des gegnerischen Zuges!

Blau-rote Kontrolle von Arne Huschenbeth

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Habt ihr jetzt irgendwie auch Lust auf Standard bekommen? Dann los, wir sehen uns beim Showdown!

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